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Kultur Brasilianisches Metall: Sepultura
Nachrichten Kultur Brasilianisches Metall: Sepultura
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00:00 22.06.2017
Sänger Derrick Green und Gitarrist Andreas Kisser von Sepultura vor 600 Metal-Fans. Quelle: Foto: Ove Arscholl

Ein eher kleiner Club: Es war ein bisschen so, als würde Sting in der Rostocker „Pumpe“ auftreten. Die brasilianische Metal-Legende Sepultura spielte am Dienstagabend im Rostocker Mau-Club. 600 Konzertbesucher waren gekommen, um die Band um den Gitarristen Andreas Kisser zu erleben.

Das alles ist schon deswegen bemerkenswert, weil es im Rock- und Pop-Geschäft – das sonst stark auf Europa und Nordamerika fixiert ist – nur sehr wenige Musiker aus Lateinamerika an die Weltspitze schaffen. Besonders in den Neunzigern hatte sich die Gruppe weltweit einen Namen gemacht, damals noch mit Sänger Max Cavalera, stilistisch angesiedelt zwischen Death Metal, Thrash Metal und Groove Metal. Das war also das musikalische Programm des Abends in Rostock – mit enormer Härte und oft auch mit hoher Geschwindigkeit vorgetragene Nummern.

Anlass der derzeitigen Sepultura-Tour ist das neueste Album „Machine Messiah“, im Januar 2017 erschienen. Aber die inzwischen über zwei Jahrzehnte währende Bandkarriere gibt noch mehr her, in Rostock waren das rund zwei Stunden. So war der Auftritt im Mau-Club eine düstere Reise durch die musikalische Vergangenheit der Band – dies stetig in einem hohen Tempo und ebensolcher Lautstärke. Songs wie „Kairos“, „Iceberg Dances“ oder „Resistant Parasites“, die dem Publikum präsentiert wurden, schließlich im Zugabenteil auch „Under My Skin“ und „Ratamahatta“.

Neben Urgestein Andreas Kisser dominierte Sänger Derrick Green die Bühnenshow, das musikalische Fundament dazu kam von Bassist Paulo Xisto Pinto Jr. und Eloy Casagrande am Schlagzeug. Da waren – neben aller Musikalität, die sich hinter diesem Metal-Dickicht immer verbirgt – auch Präzision und Kondition gefragt. Gerade die schnellen Nummern, die nicht nur handwerkliche, sondern auch sportliche Qualitäten verlangen. Auch vom Publikum in Rostock übrigens, das nach der Hochgeschwindigkeits-Show verschwitzt in die kühle Sommernacht entlassen wurde.

Thorsten Czarkowski

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