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Kultur Breites Echo auf Ausschluss von Frei.Wild
Nachrichten Kultur Breites Echo auf Ausschluss von Frei.Wild
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03:56 09.03.2013
Frei.Wild-Sänger Philipp „Fips“ Burger im Konzert. Quelle: imago

Auch so füllt die Südtiroler Rockband längst große Hallen in Österreich, der Schweiz und Deutschland. In Rostock trat die Band („Feinde der Feinde“ hat Goldstatus in Deutschland) Ende November 2012 vor 6000 Fans auf. Frontmann Philipp „Fips“ Burger sang Lieder über Heimatliebe und -feindlichkeit, „Wahre Worte“ wie Ehre, Brauchtum, Glaube etc..

Musikalisch erinnern die deutschsprachigen Norditaliener sehr deutlich an den straighten Punkrock der Böhsen Onkelz. Über die textliche Einordnung streiten sich seit langem die Gemüter. Manche hören da Demokratiefeinde, gar „völkische“ Gedanken, heraus, andere erkennen nur derb formulierte Gesellschaftskritik.

Burger selbst, einst engagiert bei den rechtspopulistischen Freiheitlichen in Südtirol und Musiker bei den rechten „Kaiserjägern“, distanziert sich heute von Rechtsextremismus und jeglicher Nazi-Nähe. Dennoch, entschied die Deutsche Phono-Akademie, solle der Echo nicht Bühne einer Debatte um die politische Gesinnung der Band werden, und lud die Tiroler aus. Zuvor hatten die mitnominierte Band Kraftklub und Mia. einen Boykott des Musikpreises angekündigt.

Nun will ausgerechnet die rechtsextreme NPD die Echo-Verleihung am 21. März als Podium nutzen: Die bisher eher nicht für gesittete Streitkultur bekannten Kameraden haben gestern eine Mahnwache am Veranstaltungsort angedroht, um den Widerruf der Frei.Wild-Nominierung zu geißeln. Mehr Öffentlichkeit und höheren Opfer-Status als durch die Ausladung können sich Frei.Wild kaum wünschen. Prompt hat Sänger Philipp Burger in der „Bild“ gesagt: „Dass man uns jetzt ausgrenzt, ist ein Armutszeugnis für Deutschland.“ Jürgen Schultz

OZ

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