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Bryan Cranston ist ein glücklicher Mensch

Filmfest München Bryan Cranston ist ein glücklicher Mensch

Mit „Breaking Bad“ erlangte Bryan Cranston international Kultstatus. Die Serie machte ihn zum Star - und der 61-Jährige mit deutschen Wurzeln wirkt bis heute so, als könne er sein spätes Glück nicht fassen. Auch wenn die Liebe mancher Fans manchmal ziemlich weit geht.

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Ein Selfie mit Walter White: Bryan Cranston beim Filmfest in München.

Quelle: Ursula Düren

München. „Breaking Bad“-Darsteller Bryan Cranston (61) genießt seinen späten Ruhm - gibt sich aber dennoch bescheiden.

„Ich bin der glücklichste Kerl, den ich kenne, weil ich mir mein Geld mit Geschichtenerzählen verdienen kann“, sagte Cranston am Freitagabend auf dem Filmfest München, wo er für seine Verdienste um die Filmkunst mit dem CineMerit-Award geehrt wurde.

Auf dem roten Teppich posierte er für Fotos, gab Autogramme und trocknete sogar die Tränen einer aufgeregten Anhängerin. Nach der Preisverleihung lief sein neuer Film „Wakefield“. Unter Regie von Robin Swicord spielt Cranston darin einen Familienvater, der eines Abends untertaucht und seine ratlose Familie nur noch aus der Ferne beobachtet.

Seine Rolle als krebskranker, drogenkochender Chemielehrer Walter White in der TV-Serie „Breaking Bad“ war für Cranston der Durchbruch. Bis dahin bekam er vor allem Nebenrollen. Als die Serie jedoch 2008 in den USA anlief, wurde er zum Star - mit fast 52 Jahren. Vielleicht habe er deshalb so eine hohe Achtung vor seinem Erfolg, mutmaßte Cranston, der danach endlich die ersehnten großen Rollen bekam, etwa in „Trumbo“ oder in „The Infiltrator“.

Seinen Part in „Wakefield“ habe er vor allem den deutschen Zuschauern zu verdanken, erklärte Regisseurin Swicord. Denn die Produzenten zögerten, die Hauptrolle dem noch recht unbekannten Schauspieler anzuvertrauen. Doch dann sei „Breaking Bad“ in Deutschland angelaufen und wurde ein Erfolg, was letztlich auch die US-amerikanischen Geldgeber überzeugte.

Seinen Beruf liebt Cranston über alles, sagt er, das sei Teil seines deutschen Erbes. „Ich habe das von meinen deutschen Großeltern gelernt, eine Arbeitsmoral“, erklärte er. Preise seien zwar wunderschön. „Aber dafür arbeite ich nicht.“

Er freut sich auch über die vielen Fans - so öffnete der Münchner Opernintendant Sir Peter Jonas nach seiner Laudatio seine Jacke und enthüllte ein T-Shirt mit dem Konterfei von Cranstons Serienfigur Walter White alias Drogenboss Heisenberg. Der Schauspieler nahm es mit Humor, ebenso wie so manch kuriosen Liebesbeweis, etwa in Form von Tattoos. „Wirklich seltsam, wenn man sein Gesicht auf dem Hinterteil von jemanden sieht. Dann weiß man, man hat es wirklich geschafft“, erzählte Cranston.

dpa

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