Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Bryan Cranston ist ein glücklicher Mensch
Nachrichten Kultur Bryan Cranston ist ein glücklicher Mensch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:32 23.06.2017
Ein Selfie mit Walter White: Bryan Cranston beim Filmfest in München. Quelle: Ursula Düren
Anzeige
München

„Breaking Bad“-Darsteller Bryan Cranston (61) genießt seinen späten Ruhm - gibt sich aber dennoch bescheiden.

„Ich bin der glücklichste Kerl, den ich kenne, weil ich mir mein Geld mit Geschichtenerzählen verdienen kann“, sagte Cranston am Freitagabend auf dem Filmfest München, wo er für seine Verdienste um die Filmkunst mit dem CineMerit-Award geehrt wurde.

Auf dem roten Teppich posierte er für Fotos, gab Autogramme und trocknete sogar die Tränen einer aufgeregten Anhängerin. Nach der Preisverleihung lief sein neuer Film „Wakefield“. Unter Regie von Robin Swicord spielt Cranston darin einen Familienvater, der eines Abends untertaucht und seine ratlose Familie nur noch aus der Ferne beobachtet.

Seine Rolle als krebskranker, drogenkochender Chemielehrer Walter White in der TV-Serie „Breaking Bad“ war für Cranston der Durchbruch. Bis dahin bekam er vor allem Nebenrollen. Als die Serie jedoch 2008 in den USA anlief, wurde er zum Star - mit fast 52 Jahren. Vielleicht habe er deshalb so eine hohe Achtung vor seinem Erfolg, mutmaßte Cranston, der danach endlich die ersehnten großen Rollen bekam, etwa in „Trumbo“ oder in „The Infiltrator“.

Seinen Part in „Wakefield“ habe er vor allem den deutschen Zuschauern zu verdanken, erklärte Regisseurin Swicord. Denn die Produzenten zögerten, die Hauptrolle dem noch recht unbekannten Schauspieler anzuvertrauen. Doch dann sei „Breaking Bad“ in Deutschland angelaufen und wurde ein Erfolg, was letztlich auch die US-amerikanischen Geldgeber überzeugte.

Seinen Beruf liebt Cranston über alles, sagt er, das sei Teil seines deutschen Erbes. „Ich habe das von meinen deutschen Großeltern gelernt, eine Arbeitsmoral“, erklärte er. Preise seien zwar wunderschön. „Aber dafür arbeite ich nicht.“

Er freut sich auch über die vielen Fans - so öffnete der Münchner Opernintendant Sir Peter Jonas nach seiner Laudatio seine Jacke und enthüllte ein T-Shirt mit dem Konterfei von Cranstons Serienfigur Walter White alias Drogenboss Heisenberg. Der Schauspieler nahm es mit Humor, ebenso wie so manch kuriosen Liebesbeweis, etwa in Form von Tattoos. „Wirklich seltsam, wenn man sein Gesicht auf dem Hinterteil von jemanden sieht. Dann weiß man, man hat es wirklich geschafft“, erzählte Cranston.

dpa

Mehr zum Thema

Über ihre Drogensucht hat Carrie Fisher immer offen gesprochen. Losgekommen ist sie davon offensichtlich nie.

20.06.2017

Er hat drei Oscars gewonnen, aber jetzt soll es gut sein. Schauspieler Daniel Day-Lewis verabschiedet sich vom Film.

21.06.2017

Phil Lord und Christopher Miller werden beim „Star Wars“-Spinoff über Han Solo nicht Regie führen. Weniger als ein Jahr vor der geplanten Premiere steht Produktionsfirma Lucasfilm nun ohne Regisseur da.

21.06.2017

Der „Vater“ des Centre Pompidou wird auch im Rentenalter nicht müde. Mit seinem jüngsten Werk, einem „fliegenden“ Gebäude, sorgt Renzo Piano erneut für Aufsehen. Die nächsten Herausforderungen der Architektur liegen nach seiner Überzeugung aber ganz woanders.

23.06.2017

Das Theater Vorpommern gastiert mit „Nessun dorma“ am 5. Juli um 18.30 Uhr
beim 21. Parkkonzert in Endingen (Vorpommern-Rügen) an der Klosterruine. Über 800 Gäste werden erwartet

24.06.2017

Tänzerinnen und Akte, Pferde und Jockeys - das sind oft die Themen von Degas-Schauen. In San Francisco zeigt Max Hollein eine Ausstellung, die sich erstmals um Pariser Hüte im Werk von Edgar Degas und Malerkollegen dreht.

23.06.2017
Anzeige