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Buchmesse weitet ihre Grenzen

Frankfurt/Main Buchmesse weitet ihre Grenzen

„The Arts+“ heißt der Themenschwerpunkt auf der Frankfurter Musterschau / Es geht um Kunst – aber was hat das mit Büchern zu tun?

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Große Seiten: Der britische Künstler David Hockney blättert gestern in seinem Buch „SUMO – A Bigger Book“.

Quelle: Arne Dedert/dpa

Frankfurt/Main. . Einer der Stars der diesjährigen Buchmesse ist: der Maler David Hockney. Ein Maler? Ja, die Buchmesse macht in diesem Jahr auch in Kunst. Mit dem neuen Themenschwerpunkt „The Arts+“ will sie neue Aussteller auf die Messe und miteinander in Kontakt bringen: Museen und Archive einerseits, die Anbieter digitaler Lösungen andererseits. Zum Auftakt am gestrigen Mittwoch fragte sich so mancher Messebesucher, was das denn noch mit den geliebten Büchern zu tun hat.

Auf der Buchmesse gehe es um „Content“, erklärt Holger Volland, der „The Arts+“ mitentwickelt hat: um Inhalte. Ein Content könne zum Buch werden, zum Film, aber auch zum Online-Katalog einer Ausstellung oder zu digital aufbereiteten Daten. „Letztlich geht es immer darum, wie aus einem künstlerischen Inhalt ein lizensierbares Produkt wird.“ Das Messeteam müht sich redlich, die Kunstmesse in der Buchmesse zu etablieren. Als Eröffnungsredner der „Arts+“-Fachkonferenz am Mittwoch konnte man Jeff Jarvis gewinnen, Autor des Bestsellers „What would Google do?“ Er schlug mühelos einen Bogen von der ersten Druckerpresse zu digitalen Produkten: „Schon Gutenberg kombinierte Inhalt und Technologie.“

Einer der größten Aussteller ist „Google Arts & Culture“. Museen und Archive können auf dieser kostenlosen Plattform ihre Kunstwerke online zugänglich machen. 1200 Institutionen sind bereits dabei, so eine Sprecherin.

Die Kernzielgruppe des neuen Schwerpunkts sind Museen. Sie haben ihre Sammlungen digitalisiert und damit neue Möglichkeiten des Publizierens in der Hand. Doch in Halle 4.1. finden sich nur wenige Museen unter den Ausstellern. „Ein Messestand ist nicht die richtige Plattform für uns“, sagt Sprecher Axel Braun. Eines der wenigen Häuser, die nach Frankfurt gekommen sind, ist das Amsterdamer Van Gogh Museum. Auf der linken Seite des Messestandes stehen Bücher und Kataloge, auf der rechten zeigt ein Tablet die App des Amsterdamer Museums.

Nicht alle Aussteller bei „The Arts+“ lassen sich mühelos in das Konzept einbetten. Die Anbieter einer Mobilitäts-App sind dabei und eine Metallfirma, die per 3D-Scan von jedermann eine Büste fräst. Die Frage, warum sie auf einer Buchmesse sind, konnten nicht alle beantworten.

Der Andrang hielt sich am ersten Tag in Grenzen - anders als bei David Hockney, dessen Messeauftritt von Massen umlagert war. Der Taschen Verlag stellte in Frankfurt seine überdimensionale Hockney-Monographie „A Bigger Book“ vor: 50 mal 70 Zentimeter groß und knapp 500 Seiten dick. Die handsignierte Version des Riesenbuchs kostet 2000 Euro, die Sonderausgabe mit Kunstdruck 4000 Euro.

OZ

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