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„Bummi, Bummi“ – ein Bärchen überlebt die DDR

Berlin „Bummi, Bummi“ – ein Bärchen überlebt die DDR

„Bummi, Bummi, brumm brumm brumm.“ Generationen von Kindern in Ostdeutschland haben das Lied im Kindergarten gesungen – und singen es noch.

Berlin. „Bummi, Bummi, brumm brumm brumm.“ Generationen von Kindern in Ostdeutschland haben das Lied im Kindergarten gesungen – und singen es noch. Der Kindheits-Ohrwurm hat ebenso die Wiedervereinigung überlebt wie die dazugehörige Zeitschrift, der „Bummi“. Zusammen mit dem Comic „Mosaik“ zählt die Publikation zu den einzigen Kinder- und Jugend-Zeitschriften der DDR, die es immer noch gibt, doch mit stark gesunkenen Auflagen. Heute wird der „Bummi“ 60 Jahre alt.

1957 hatten der Verlag Junge Welt und die FDJ das Blatt für Kinder zwischen drei und sechs Jahren ins Leben gerufen. „Bekannte Illustratoren haben die Zeitschrift gestaltet – die Kinder haben wirklich etwas gelernt“, sagt Museologe Jörn Kleinhardt, der im Archiv des DDR-Museums in Berlin kistenweise „Bummis“ aus sozialistischen Zeiten stehen hat. Der aufrecht gehende Bär mit dem runden Kopf tat in bunten Bildergeschichten das gern, was Kinder auch gerne tun: Er fuhr Roller, spielte Ball und mit Püppchen Ruth. Und er musste auch mal auf dem Titelbild die DDR- Fahne schwenken. „Teils waren die Inhalte auch ideologisch“, sagt Kleinhardt. Jungpioniere fehlten ebenso wenig wie Märchen aus sozialistischen „Bruderländern“ oder eine Seite über Kommunist Ernst Thälmann. Auch die deutsch-sowjetische Freundschaft wurde schon Vorschulkindern nahegebracht: Es gab oft Geschichten mit dem russischen Teddy Mischka. „Bummi“, der monatlich erschien und 25 Pfennige kostete, lehrte die Kinder aber auch gutes Benehmen.

Nach dem Mauerfall übernahm der Hamburger Bauer-Verlag 1991 den „Bummi“. Der kostet nun 3,50 Euro und gilt als „Spiel- und Lernzeitschrift“.Sophia Kosel

OZ

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