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Bunte Mischung auf Shortlist für Leipziger Buchpreis

Vier Romane und ein Lyrikband Bunte Mischung auf Shortlist für Leipziger Buchpreis

Ein Lesemarathon liegt hinter der Jury, Hunderte Bücher haben die Verlage ins Rennen um die begehrte literarische Auszeichnung geschickt. Nun stehen die Kandidaten fest.

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Steffen Popp, „118. Gedichte“ (Kookbooks). Foto:

Leipzig. Für den Preis der Leipziger Buchmesse sind in diesem Jahr vier Romane und ein Lyrikband in der Kategorie Belletristik nominiert. Nach Angaben der Jury geht Steffen Popp mit „118. Gedichte“ ins Rennen.

Zudem werden auf der am Donnerstag veröffentlichten Shortlist Lukas Bärfuss mit „Hagard“, Brigitte Kronauer („Der Scheik von Aachen“), Anne Weber mit „Kirio“ und Natascha Wodin („Sie kam aus Mariupol“) als Kandidaten benannt.

„Gerade in der Belletristik ist es uns nicht leicht gefallen, uns auf fünf überzeugende Titel zu einigen. Aber ich glaube, dass wir eine gute Mischung gefunden haben“, sagte Jury-Vorsitzende und Literaturkritikerin Kristina Maidt-Zinke.

Die Bandbreite reicht vom Roman mit dokumentarischen Charakter bei Natascha Wodin, die dem Leben ihrer ukrainischen Mutter nachspürt, bis hin zum Schweizer Schriftsteller und Dramaturg Lukas Bärfuss, der in „Hagard“ eine bedrohlich-surreal anmutende Verfolgungsjagd inszeniert. Bei Brigitte Kronauer spiele dagegen der kunstvolle Umgang Sprache eine große Rolle, so Maidt-Zinke. Anne Weber, die als Autorin in Paris lebt, erzählt vom Protagonisten „Kirio“, der gern auf den Händen läuft und alles auf den Kopf stellt. Mit Popps Gedichtband findet sich erneut ein Lyrikband auf der Shortlist. 2015 hatte als erster Lyriker Jan Wagner mit seinen „Regentonnenvariationen“ den Leipziger Buchpreis gewonnen.

Nach Einschätzung von Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg, hat die Jury mit ihrer Auswahl so sehr wie noch nie hohe ästhetische Maßstäbe gesetzt. „Das wird für die Leser ein nicht geringer Anspruch sein, sich bei den Titeln zurecht zu finden.“ Die Jury habe eine „kühne Liste“ aufgestellt.

Der Preis der Leipziger Buchmesse wird auch in den Kategorien Übersetzung und Sachbuch/Essayistik vergeben. Pro Kategorie wurden fünf Nominierte ausgewählt. 106 Verlage hatten 365 Titel eingereicht.

Mit seinem Sachbuch „Die autoritäre Revolte. Die Neue Rechte und der Untergang des Abendlandes“ knüpft Volker Weiß an das aktuelle Erstarken der Rechtspopulisten an. Er porträtiert Akteure der Szene und beleuchtet Phänomene wie Pegida und AfD. Nominiert ist auch die Übersetzung von Holger Fock und Sabine Müller des französischen Romans „Kompass“ von Mathias Énard. Der französische Autor und Übersetzer erhält den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2017.

Der Leipziger Buchpreis ist mit insgesamt 60 000 Euro dotiert und zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Die Preisträger werden am 23. März zu Beginn der Leipziger Buchmesse gekürt.

dpa

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