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Kultur Chor im Zentrum des „Elias“
Nachrichten Kultur Chor im Zentrum des „Elias“
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00:00 26.04.2016

Vor elf Jahren hatte es die legendäre Aufführung des Mendelssohnschen Großoratoriums „Elias“ (1846) durch die Rostocker Johannis-Kantorei gegeben, mit Thomas Quasthoff in der Titelpartie. Am Wochenende sangen sie es wieder in der nahezu ausverkauften Rostocker Nikolaikirche: der Rostocker Motettenchor und der Figuralchor, unter Leitung von Markus Johannes Langer, mit einem anderen Solistenquartett und in Begleitung der Norddeutschen Philharmonie Rostock.

Auf ihre Art war auch dies eine eindrucksvolle Aufführung, wenn auch von anderem interpretatorischem Zuschnitt, der eine andere Dimension des Werkes ins Zentrum rückte: den Chor, der hier Erzähler, Handlungspartner und Kommentator ist für die Episoden aus dem Wirken des alttestamentarischen Propheten. Vertrauend auf den effektverstärkenden und farbgebenden pastosen Klang der Philharmonie, gestützt auf die vorzügliche Qualität seiner beiden Chöre entfaltete Langer hier ein breites Bild romantisch-schwärmerischer Religiosität im Gewande der schönen geschmeidigen Melodie. In dynamischer Elastizität, in wechselnden Artikulationen, in den Farben der Registermischungen erschienen immer wieder neue Varianten des Grundcharakters, von dramatischer Wucht bis zu rührender Beschaulichkeit.

Komplettiert durch das Solistenquartett: Julia Sophie Wagner, die ihren hellen Sopran mit expressivem Nachdruck führte, Bogna Bartosz, die schon vor elf Jahren dabei war, mit stets maßvoll eingesetztem Alt, der kurzfristig eingesprungene Tenor Andreas Post, der keineswegs nur ein Ersatz war, und der rundum überzeugende Bass Daniel Ochoa als Elias. Dieser hat vor 15 Jahren an der Rostocker Hochschule studiert und schon damals mit den Langer-Ensembles konzertiert. Inzwischen hat er sich zu einem kompetenten Oratoriensänger entwickelt, der hier die seelische Spannweite des Elias, seinen Glaubenseifer, seine Resignation bewegend gestaltete.

OZ

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