Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Dan Brown: Wissenschaft versus Religion

Frankfurt/Main Dan Brown: Wissenschaft versus Religion

Seine Romane sind Topseller. Doch vor der literarischen Arbeit setzt Dan Brown (53) erst einmal auf ausführliche Lektüre.

Voriger Artikel
200 000 Euro für Norddeutsche Philharmonie in Rostock

US-Autor Dan Brown stellte gestern auf der Buchmesse in Frankfurt seinen neuesten Titel „Origin“ vor.

Quelle: Foto: Boris Roessler/dpa

Frankfurt/Main. Seine Romane sind Topseller. Doch vor der literarischen Arbeit setzt Dan Brown (53) erst einmal auf ausführliche Lektüre. „Ehe ich schreibe, lese ich – und fast ausschließlich Non-Fiction“, sagte er gestern auf der Buchmesse. In Frankfurt stellte der US-Amerikaner seinen neuen Thriller „Origin“ vor, der in der vergangenen Woche weltweit erschienen ist. Diesmal gehe es nicht um Machenschaften im Vatikan, sondern um die Frage, ob „Gott die Wissenschaft überlebt“. Das Thema Wissenschaft versus Religion sei ihm nicht unbekannt: „Meine Mutter spielte in der Kirche Orgel, mein Vater war Mathematiklehrer.“ Auch wenn die katholische Kirche diesmal nicht im Vordergrund stehe, mutmaßt er: „Ich schätze, sie wird trotzdem (über das Buch) klagen.“ Zur Frankfurter Buchmesse werden noch bis Sonntag rund 280000 Besucher erwartet. Für den deutschen Schriftsteller Sten Nadolny ist die Messe ein Ort, um Europa zwischen Buchdeckeln neu zu erfinden. Der 75-Jährige steuert den Roman „Das Glück des Zauberers“ bei, die deutsche Antwort auf „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg“: Ein Mann mit Zauberkräften umreißt eine ganze Epoche in Briefen an seine Enkelin Mathilda, die sein Talent geerbt hat. Das Zaubern ist bei Nadolny eine große Metapher dafür, das Leben mit Neugier und Raffinesse zu meistern. Wie Nadolny in „Die Entdeckung der Langsamkeit“ (1983) einen Gegenentwurf zu unserer beschleunigten Gesellschaft zeichnet, so wehrt er sich in seinem aktuellen Roman gegen die Entzauberung der Welt. „Mein Zauberer steht für einen freien Menschen. Und als solcher kann er eine wichtige Rolle bei der Neugestaltung Europas spielen“, sagt Nadolny im Gespräch mit OZ.

Dass Menschenrechte, wie freie Meinungsäußerung, vielerorts nicht eingehalten werden, ist ein Thema auf der Buchmesse. Zum Beispiel bei dem neuen Format „Weltempfang Satellit“, für das Messe-Direktor Juergen Boos Literaten interviewt. Er erinnerte gestern an die Buchmesse 2008, als die Türkei Gastnation in Frankfurt war: „Wir hatten dieselbe Regierung, das Land präsentierte sich weltoffen.

Seitdem hat sich alles geändert.“ Der im Berliner Exil lebende türkische Journalist Can Dündar hat Deutschland und die EU davor gewarnt, die Türkei zu isolieren. Stattdessen müsse sich die EU weiter öffnen, um den Widerstand gegen Erdogan zu stärken, sagte er gestern. Dündar war Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“. In der Türkei sind laut Menschenrechtsorganisationen derzeit rund 180 Autoren inhaftiert.

Eva Krafczyk/nina May

Voriger Artikel
Mehr zum Artikel
Lübeck

Karl Bartos ist klassischer Musiker und hat 16 Jahre bei Kraftwerk gespielt. Dann stieg er aus. Jetzt hat er seine Autobiografie geschrieben.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kultur
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.