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Kultur Das Glücksrad am Ende ein Stück TV-Geschichte ist vorbei
Nachrichten Kultur Das Glücksrad am Ende ein Stück TV-Geschichte ist vorbei
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01:00 10.09.2002
Hamburg

Als Grund gab er die sinkenden Quoten der Spielshow an, in der die Kandidaten Wörter und Begriffe erraten müssen und am Glücksrad die Höhe ihres Gewinns erdrehen.

„Wir haben mit großem Einsatz am Glücksrad gearbeitet, inhaltliche Optimierungen vorgenommen und wirklich alles getan, um frühere Reichweiten zu erzielen“, sagte Bartl weiter. „Aber offenbar ist das Rad der Zeit nicht mehr zurückzudrehen.“

Die Marktanteile der werktäglichen Spielshow liegen derzeit bei kaum mehr als zwei Prozent. Nur noch eine Million Menschen gucken pro Ausgabe zu. Kabel 1 hatte das Glücksrad vor vier Jahren vom Schwestersender SAT.1 übernommen und für personelle Veränderungen gesorgt: Statt des alten Duos Frederic Meisner/Peter Bond führte der beim Publikum beliebtere Meisner alleine durch die Sendung.

Die fast immer stumme Buchstabenfee Maren Gilzer widmete sich neuen Aufgaben und stieg als Schauspielerin in die ARD-Serie „In aller Freundschaft“ ein. Für sie kam Sonya Kraus.

Im vergangenen Jahr trat Meisner ab (er moderiert heute Schlagersendungen bei Goldstar TV), Thomas Ohrner übernahm das Format. An seine Seite trat statt Sonya Kraus die Miss Germany Kathrin Wrobel. Ohrner und Wrobel sollen beim Sender jetzt neue Aufgaben bekommen, kündigte Bartl an.

Die Gründe für die erlahmende Kraft des Glückrads sind vielfältig. Kaum eine Spielshow hat sich bislang so lange gehalten wie das aus den USA stammende „Wheel of Fortune“, das gegenwärtig noch in fast 30 Ländern zu Hause ist. Nur Werner Schulze-Erdels „Familienduell“ auf RTL hat eine ähnliche Lebensdauer aufzuweisen.

Der vor kurzem eingetre-

tene Quiz-Boom nahm schließlich dem verstaubten Glücksrad und anderen Vorabend-

shows wie „Geh aufs Ganze“ (auch Kabel 1) viele Zuschauer weg.

Günther Jauch wurde mit der Show „Wer wird Millionär?“ beispielhaft für ein neues

Genre, das aber rasch wieder in sich zusammenbrach heute gehören nur noch Jauch selbst und Jörg Pilawas „Quiz“ in der ARD zu den Gewinnern des Trends.

Die Bilanz der Show ist jedoch beachtlich. Mehr als 2500 Ausgaben sind bereits ausgestrahlt worden. Fast 13 000 Kandidaten versuchten ihr Glück am Rad, beinahe 9000 Geld- und Sachpreise im Wert von etwa 40 Millionen Euro gingen an die Mitspieler.



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