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„Das ist eine tiefgreifende Reform“

„Das ist eine tiefgreifende Reform“

Die Ministerpräsidenten haben Sie aufgefordert, so zu wirtschaften, dass der Rundfunkbeitrag über 2021 hinaus bei 17,50 Euro stabil bleiben kann.

Die Ministerpräsidenten haben Sie aufgefordert, so zu wirtschaften, dass der Rundfunkbeitrag über 2021 hinaus bei 17,50 Euro stabil bleiben kann. Kriegen Sie das hin?

Lutz Marmor: Der Beitrag bleibt über die nächsten drei Jahre bis 2020 stabil. Das sind weitere dreieinhalb Jahre ohne Steigerung. Und wir möchten auch für die Zeit danach eine gute Relation zwischen dem Rundfunkbeitrag und unseren Leistungen. Wir sind jedenfalls bereit, im Zeitrahmen unserer Reformagenda alles, was an digitalen Herausforderungen auf uns zukommt, aus dem Bestand zu finanzieren. Die Menschen zahlen unter 60 Cent pro Tag und nutzen Radio und Fernsehen im Schnitt drei Stunden und 23 Minuten.

Mehr Kooperation – das klingt ein bisschen, als ob’s nicht wehtun darf.

Das tut schon weh! Das wird Arbeitsplätze kosten, auch beim NDR. Wie viele genau, steht noch nicht fest, aber wir werden das dank der Fluktuation ohne betriebsbedingte Kündigungen hinbekommen. Das Sparen ist für uns jetzt auch nicht neu. Wir haben beim NDR seit Mitte der neunziger Jahre mehr als 700 Arbeitsplätze sozialverträglich abgebaut. Das Neue ist jetzt: Wir haben uns in der ARD zusammengerauft und uns neue gemeinsame Ziele gesetzt.

Aber warum fusioniert man nicht zum Beispiel die digitalen Spartensender Tagesschau24 und ZDFinfo zu einem Nachrichtenkanal?

Weil die beiden unterschiedliche Programmangebote haben. Das sind keine Konkurrenten, da gäbe es so gut wie keine Synergien. Tagesschau24 hat ein verlässliches Nachrichtengerüst und schafft innerhalb von ARD-aktuell unglaubliche viele Synergien, auch für die schnelle Berichterstattung bei aktuellen Nachrichtenlagen.

Und wann geht Radio Bremen im NDR auf und der Saarländische Rundfunk im SWR?

Das würde nicht sehr viel Geld sparen. Und außerdem liegt das gar nicht in unserer Hand. Darüber entscheidet die Landespolitik.

Interview: Imre Grimm

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