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Der Herzensbrecher des Rock'n'Roll: Tom Petty ist tot

Mit Elvis fing alles an Der Herzensbrecher des Rock'n'Roll: Tom Petty ist tot

Gerade erst hatte Tom Petty mit seinen „Heartbreakers“ eine Tournee abgeschlossen, die sie sich selbst zum 40. Jubiläum geschenkt hatten. Eine Abschiedstour sollte es sein. Aber mit der Musik aufhören wollte Petty noch lange nicht. Jetzt ist der Sänger überraschend gestorben.

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Blumen und Kerzen liegen in Los Angeles neben der Sternen-Plakette von Tom Petty and the Heartbreakers auf dem Walk of Fame.

Quelle: Ringo Chiu

Los Angeles. Ob mit den „Heartbreakers“, mit anderen Superstars wie Bob Dylan, George Harrison, Ringo Starr und Roy Orbison oder solo - Tom Petty war Ausnahmemusiker und Rock'n'Roll-Legende. Songs wie „American Girl“, „Free Fallin'“, „Refugee“ oder „I Won't Back Down“ sind längst Klassiker.

Vor wenigen Tagen erst beendeten Tom Petty & the Heartbreakers eine umjubelte Tournee mit Auftritten in Los Angeles. Für November waren noch Solo-Konzerte in New York angesagt. Aber völlig überraschend starb Tom Petty am Montag (Ortszeit) in einem Krankenhaus in Los Angeles, wie sein Management der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Seiner Familie zufolge hatte Petty am Sonntag in seinem Haus in Malibu einen Herzstillstand erlitten. Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus.

Pettys Karriere fing an, als der damals Zehnjährige aus Florida einem jungen Mann vorgestellt wurde - Elvis Presley. „Er sah unwirklich aus, als würde er hell strahlen“, erinnerte sich Petty viele Jahre später in einem Interview. Faszinierend, geradezu spirituell sei Elvis mit seiner Entourage gewesen. „Es war wie eine Prozession in der Kirche. Eine Schlange weißer Cadillacs und Mohair-Anzüge.“ Dann sah der junge Petty auch noch die Beatles im Fernsehen und sein Berufswunsch war klar.

Nach der Schule ging er noch kurz auf ein College, aber dann begann er, Bands zu gründen. Mit Tom Petty & the Heartbreakers feierte er ab den 70er Jahren Erfolge, erst in Europa, dann auch im Heimatland. In den 80ern gehörten Petty und die Heartbreakers zu den festen Größen im amerikanischen Musikgeschäft und spielten mit Grateful Dead und anderen Rocklegenden zusammen.

Dann kamen die Traveling Wilburys, eine sogenannte Superband bestehend aus Mitgliedern, die schon vorher Stars waren: George Harrison, Roy Orbison, Jeff Lynne von ELO, Bob Dylan und Tom Petty. Die fünf Musiklegenden legten ein erfolgreiches Debüt vor, doch dann starb überraschend Roy Orbison. Die übrigen vier machten noch eine zweite Platte, dann war Schluss. Immer wieder wurde über ein neues Projekt gemunkelt, doch die letzte Hoffnung starb 2001 mit Harrison. Ein Stück Musikgeschichte waren die „Wilburys“ da längst.

Petty, der auch eine eigene Radioshow hatte, war in den 90ern vom Rock abgerückt und machte eher Pop - 1996 für „She's the One“ mit Jennifer Aniston und Cameron Diaz sogar Filmmusik. Das letzte Album der Heartbreakers, „Hypnotic Eye“, schaffte es 2014 auf Platz 1 der Charts in den USA.

Mit der Musik aufhören wollte Petty, der zum zweiten Mal verheiratet war und aus erster Ehe zwei Töchter hatte, noch lange nicht. Aber die gerade beendete Heartbreakers-Tour werde wohl die letzte große US-Tournee sein, hatte er zuvor dem „Rolling Stone“ gesagt. „Ich denke, es wird meine letzte Reise durchs Land sein. Wir sind ja alle weit über 60. Ich habe jetzt eine Enkeltochter, die ich so viel wie möglich sehen möchte. Ich möchte mein Leben nicht auf Reisen verbringen.“

dpa

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