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Kultur Der Kampf des Soldaten ohne Erinnerung
Nachrichten Kultur Der Kampf des Soldaten ohne Erinnerung
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00:00 11.04.2013
Spezialtechniker Jack (Tom Cruise ist der Flugdrohnen-Monteur Jack Harper) entdeckt, dass die Erde eine Erinnerung ist, für die es sich zu kämpfen lohnt. Quelle: Universal Pictures

Im Jahr 2077 ist die Erde bloß noch ein radioaktiv verseuchter Trümmerhaufen. Nachdem außerirdische Plünderer den Mond zerstört hatten, geriet das Klima völlig aus den Fugen. Der Planet ist am Ende.

In einer Raumstation über den Wolken wartet die übrig gebliebene Menschheit auf ihren Abtransport ins All. Jack (Tom Cruise) zählt zu den wenigen Auserwählten, die noch auf der Erdoberfläche leben.

Dort soll der Soldat ohne Erinnerung den Abbau wichtiger Rohstoffe sichern. Das ist keine einfache Aufgabe, denn der Feind lauert überall — sogar in den eigenen Reihen.

In dem apokalyptischen Actionstreifen „Oblivion“ (deutsch „Das Vergessen“) muss Hollywood-Star Tom Cruise erneut in einer Art „Mission Impossible“ die Menschheit vor dem Untergang retten. Erstaunlich ist allerdings, wie nachdenklich er diesmal dabei zu Werke geht.

Am Anfang schickt Regisseur Joseph Kosinski („Tron: Legacy“) seinen kampferprobten Helden jedoch noch relativ unreflektiert im gleißenden Sonnenlicht durch eine schaurig schöne Endzeitwelt. Überall nichts als Schutt, Staub und Asche. Die Städte sind zerstört, die Flüsse ausgetrocknet. Von Vegetation fehlt fast jede Spur. Dass sich die Basisstation, auf der Jack stationiert ist, irgendwo über New York befinden muss, lässt sich aber immerhin erahnen. Mal gibt es Reste der Brooklyn Bridge zu erspähen, mal liegt die abgebrochene Fackel der Freiheitsstatue im Weg herum. Die Optik des Films ist überwältigend, für einen Endzeitfilm erstaunlich hell und geradezu prädestiniert für die breite Kinoleinwand.

Gelungen ist auch der Kniff, bei Nahaufnahmen mit einer sehr geringen Schärfentiefe zu arbeiten. Dadurch wirken die Bilder neblig und verwaschen — so wie in einem Traum. Kosinski unterstreicht damit Jacks undurchsichtiges Seelenleben. Am Anfang ist sein Alltag militärisch straff organisiert. Er sondiert das Terrain, tötet auftauchende Feinde, und er repariert beschädigte Drohnen. Jack ist eine Kampfmaschine ohne Erinnerungen. Mit der Zeit keimen in ihm aber immer mehr Versatzstücke aus einer vorsätzlich gelöschten Vergangenheit auf. Und er hat plötzlich starke Zweifel an der Redlichkeit seiner Auftraggeber.

„Oblivion“ entwickelt sich zu einem Science-Fiction-Streifen, in dem die Action keineswegs die Hauptrolle spielt. Kosinski setzt die Gefechte mit dem Feind pointiert und zielgerichtet ein. So etwas ist selten geworden im modernen Blockbusterkino.

Inhaltlich wird dem Zuschauer hingegen kaum etwas Neues geboten. Der Film setzt sich aus bekannten Filmstoffen zusammen: Ein bisschen „Moon“, ein bisschen „Die Insel“ und für den patriotischen Kitsch gibt es Anspielungen auf „Armageddon“ oder „Independence Day“. Jacks schneeweiße Basisstation bezeichnet der Regisseur sogar selbst als Hommage an Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“.

Überraschende Wendungen bleiben daher aus. Alles schon einmal da gewesen.

Im Gegenzug wird das Publikum dafür mit starken Bildern und einer eindrucksvollen Atmosphäre belohnt. Neben dem omnipräsenten Cruise sorgen Morgan Freeman und Bond-Girl Olga Kurylenko für zusätzliche Starpower. Das überzeugt.

„Oblivion“: SciFi, USA 2012, 125 Minuten, ab 12 Jahren, Regie: Joseph Kosinski, Darsteller: Tom Cruise, Morgan Freeman, Olga Kurylenko. In: Rostock, Greifswald, Wismar, Neubrandenburg, Stralsund, Bergen, Schwerin

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Wir wollen wissen:

Welchem Beruf geht Tom Cruise als Jack Harper in „Oblivion“ nach?


Antwort per E-Mail bis zum 12.4. an:

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OZ

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