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Der Rock übertrumpfte die Klassik

Göhren-Lebbin Der Rock übertrumpfte die Klassik

Stargeiger Nigel Kennedy konzertierte am Samstagabend im Park von Schloss Fleesensee, mit dabei hatte Kennedy seine (Rock-)Band und das Deutsche Kammerorchester Berlin.

Göhren-Lebbin. Stargeiger Nigel Kennedy konzertierte am Samstagabend im Park von Schloss Fleesensee, mit dabei hatte Kennedy seine (Rock-)Band und das Deutsche Kammerorchester Berlin.

 

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Nigel Kennedy und eine Cellistin des Deutschen Kammerorchesters.

Der Titel versprach so einiges: „Nigel Kennedy plays Jimi Hendrix“ hieß das Programm, die großen Songs der Gitarrenlegende wurden in ein konzertantes Gewand gekleidet, wobei der Schwerpunkt am Ende doch auf dem Rock lag. Es waren Hendrix-Stücke wie „Purple Haze“ oder „Voodoo Chile“, in denen das Konzept des Abends deutlich wurde: Die Band dominierte, das Orchester stieg mit ein, Nigel Kennedy improvisierte viel und hatte seiner Violine den Klang einer verzerrten Gitarre gegeben. Überdies konnte sich Kennedy mit gleich zwei Gitarristen die Bälle zuspielen: Doug Boyle, der übrigens von 1987 bis 1992 in der Band von Led-Zeppelin-Sänger Robert Plant spielte, und das österreichische Gitarrentalent Julian Buschberger. Dazu gesellte sich eine exzellente Rhythmusgruppe: Roman Kupiec (Bass) und Adam Czerwinski (Schlagzeug).

In dieser Konstellation wurde viel gejammt und das Orchester leider an den Rand gedrängt. In Hendrix-Nummern wie „Axis: Bold as Love“, „The Wind Cries Mary“ oder „Foxy Lady“ wechselten träumerische Sequenzen mit Rock-Passagen, in „Little Wing“ bekam das Orchester einen größeren Part. Ganz ohne Klassik ging’s dann doch nicht – man spielte Händel („Passacaglia“) und Bach (2. Satz aus dem Violinkonzert a-Moll). Denn laut Kennedy sei ein Tag ohne Bach – frei übersetzt – ein verlorener Tag. Nun ja, im Original sprach er von einem „Shit day“.

Auch der Zugabenteil hatte es in sich, zwischen schottischer Volksmusik kamen noch zwei andere Gitarristen zu Ehren: Django Reinhardt und George Benson. Von dem hatte Kennedy „Breezin’“ ausgewählt, dieser Disco-Jazz der Siebziger wurde vom Orchester prima adaptiert. Gelungener Abschluss eines sehr beeindruckenden Abends.

Thorsten Czarkowski

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