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Deutscher Filmpreis: Starke Frauen bei der Lola-Gala

Preisverleihung Deutscher Filmpreis: Starke Frauen bei der Lola-Gala

Frauen-Power beim 67. Deutschen Filmpreis - und ein prominenter Trump-Kritiker aus den USA als Laudator. In Berlin werden die Besten der Filmbranche mit Lolas geehrt.

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Beim Deutschen Filmpreis konkurrieren Regisseure, Schauspieler und andere Filmschaffende um die Lola-Trophäen.

Quelle: Britta Pedersen

Berlin. Großer Auftritt für die Stars der Filmbranche. Mehr als 2000 prominente Gäste werden am Freitag (28. April) zur Lola-Verleihung in Berlin erwartet. Kinofilme, die teils auch im Ausland Furore machten, gehören zu den Favoriten für den 67. Deutschen Filmpreis.

Schauspielerin und Musikerin Jasmin Tabatabai moderiert die Gala im Palais am Funkturm. Und mit Oscar-Preisträger und Trump-Kritiker Michael Moore („Bowling for Columbine“, „Michael Moore in TrumpLand“) als Laudator wird es garantiert auch wieder politisch auf der Bühne. Das ZDF strahlt die Lola, die als deutsches Pendant zum amerikanischen Oscar gilt, am selben Abend um 22.50 Uhr aus.

Mit Maren Ades Tragikomödie „Toni Erdmann“ geht ein absoluter, bereits vielfach prämierter Kritikerliebling ins Lola-Rennen - der allerdings die Goldene Palme in Cannes und den Oscar trotz Favoritenrolle verpasste. Im Rennen um die meisten Nominierungen beim Deutschen Filmpreis wurde das Vater-Tochter-Drama mit Sandra Hüller und Peter Simonischek von einem anderen Film überholt: Das ironische Drama „Die Blumen von gestern“ von Chris Kraus geht mit gleich acht Nominierungen an den Start.

Der Film mit Lars Eidinger als krisengeschütteltem Holocaust-Forscher hängte damit Nicolette Krebitz' beim amerikanischen Sundance-Festival gelaufenes Drama „Wild“ (sieben Nominierungen) und überraschend auch Ades „Toni Erdmann“ (sechs Nominierungen) ab. Alle drei Filme sind für den besten Spielfilm nominiert. In dieser Kategorie haben auch das Abtreibungsdrama „24 Wochen“ von Anne Zohra Berrached, das Roadmovie „Tschick“ von Fatih Akin und die Flüchtlingskomödie „Willkommen bei den Hartmanns“ von Simon Verhoeven Chancen auf die Lola.

Verhoeven ist ein Preis schon sicher: Er erhält die Lola für den besucherstärksten deutschen Film. „Willkommen bei den Hartmanns“ lockte nach Angaben der Deutschen Filmakademie mehr als 3,5 Millionen Zuschauer in die Kinos. Die Schnittmeisterin Monika Schindler („Nachtgestalten“, „Freier Fall“) wird mit der Ehren-Lola geehrt. Über die weiteren Lola-Gewinner entscheiden die 1850 Akademie-Mitglieder. Die Lola ist mit insgesamt knapp drei Millionen Euro Preisgeldern der höchstdotierte deutsche Kulturpreis.

Die Lola 2017 stehe ganz im Zeichen der starken Frauen, so die Filmakademie. Von den sechs nominierten Filmen in der Königskategorie Bester Spielfilm stammen drei von Regisseurinnen. In der Regie-Sparte sind drei der insgesamt vier Nominierten Frauen. In der wichtigen Regie-Kategorie konkurrieren Maren Ade („Toni Erdmann“), Anne Zohra Berrached („24 Wochen“), Nicolette Krebitz („Wild“) und Chris Kraus („Die Blumen von gestern“) miteinander.

Als beste Schauspielerinnen sind Sandra Hüller („Toni Erdmann“), Julia Jentsch („24 Wochen“) und Lilith Stangenberg („Wild“) nominiert. Hoffnung auf eine Lola als bester Schauspieler können sich Lars Eidinger („Die Blumen von gestern“), Peter Simonischek („Toni Erdmann“) und Bruno Ganz („In Zeiten des abnehmenden Lichts“) machen.

Als bester Kinderfilm sind „Timm Thaler oder das verkaufte Lachen“ von Andreas Dresen und „Auf Augenhöhe“ von Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf nominiert. Um die Lola für den besten Dokumentarfilm bewerben sich „Berlin Rebel High School“ von Alexander Kleider, „Cahier Africain“ von Heidi Specogna und „No Land's Song“ von Ayat Najafi.

Nach der Preis-Gala wird traditionell ausgiebig gefeiert. Bei der Lola-Party darf dieses Mal an Spieltischen der Spielbank Berlin auch das Glück herausgefordert werden - der Erlös gehe an „Jugend rettet“, eine Studenten-Organisation, die Geld zur Seenotrettung auf dem Mittelmeer sammelt, kündigte die Filmakademie an.

dpa

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