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Kultur Die Flöten fest im Griff: Rahel Fischer spielt Musikstück über Israel
Nachrichten Kultur Die Flöten fest im Griff: Rahel Fischer spielt Musikstück über Israel
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00:00 15.01.2015
Rahel Fischer (14) tritt mit drei Instrumenten bei „Jugend musiziert“ an: mit Renaissance-Blockflöte, Sopranino-Blockflöte und Alt-Blockflöte (v.l.). „Am liebsten habe ich wohl die Altblockflöte, weil sie schön ruhig und warm klingt“, sagt sie. Quelle: Ove Arscholl

Sie liebt es, Flöte zu spielen. Die Griffe beherrscht Rahel Fischer „wie im Schlaf“. „Am coolsten ist es, mit anderen gemeinsam zu musizieren. Ich habe lange an der Musikschule im Flöten-Quartett und dann im Trio gespielt“, berichtet die Güstrowerin. Ab und zu improvisiert die 14-Jährige auch mit ihren Geschwistern zu Hause.

Dabei waren ihre ersten Versuche auf dem Instrument weniger aufbauend. „Im ersten Flötenunterricht habe ich nur geheult, war überfordert, nichts hat geklappt“, erinnert sich Rahel. Das war vor neun Jahren. Doch bald hatte sie den Dreh raus, wusste, wie man die Töne so formt, dass sie gut klingen und wurde selbstbewusster. „Das war auch der liebenswerten Art meiner Lehrerin Frau Bennöhr zu verdanken“, sagt Rahel. „Sie hat mich bestärkt und motiviert.“

Schon oft hat die Neuntklässlerin bei „Jugend musiziert“ mitgemacht. „Der Wettbewerb ist jedes Mal ein richtiger Push. Man hat ein Ziel, auf das man sich intensiv vorbereitet. Das verbessert das eigene Spiel“, sagt sie. Jeden Tag übt sie mindestens eine halbe Stunde. „Wenn ich mal keine Lust habe, stelle ich mir immer wieder das Ziel vor Augen, wofür es sich lohnt, zu üben.“ Besonders ein Stück, das sie beim Regionalwettbewerb vor einer Jury aus Musikschullehrern aufführen wird, liegt ihr am Herzen: „En Gedi“. Komponiert hat es Samuel Fischer — Rahels Bruder.

„En Gedi ist eine Oase in der Wüste Israels, die wir im Urlaub besucht haben. Dort staut sich ein Bach und stürzt terrassenartig eine Schlucht hinunter. Es war herrlich erfrischend, bei der Hitze darin zu baden,“ erzählt sie. Das Stück „En Gedi“ ist für sie das schönste ihres Programms. „Die Altblockflöte wird vom Klavier begleitet. Dabei reiben sich die Instrumente mal aneinander, mal ergänzen sie sich harmonisch. Das macht es interessant.“ Außerdem spielt die Neuntklässlerin eine „Tarantella“ des englischen Komponisten Gordon Jacob (1895-1984) und „Sonata prima“, ein Renaissance-Stück von Dario Castello.

Laut Volker Ahmels, Leiter des Schweriner Konservatorium und Vorsitzender des Landesausschusses von „Jugend musiziert“, liegt in der Stückauswahl eine Herausforderung. „Sie müssen aus verschiedenen Epochen stammen, Spaß machen und wettbewerbstauglich sein“, sagt der 53-Jährige. „MV schneidet oft beim Bundeswettbewerb sehr gut ab. Gemessen an der Einwohnerzahl gehören viele Jugendliche aus dem Nordosten zu den Preisträgern.“ Die Förderung der Nachwuchstalente ist in den Musikschulen und in der Young Academy Rostock sehr gut organisiert. Was er den Wettbewerbsteilnehmern rät? „Nicht enttäuscht sein, wenn man nicht weitergeleitet wird. Es geht um die Freude am Musizieren.“



Grit Schreiter

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