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Kultur Die Musik bringt das Land wieder zum Klingen
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00:00 20.06.2016
Die norwegische Violinistin Vilde Frang (26), Preisträgerin in Residence der Festspiele 2016, eröffnete die Saison in Wismar. Fotos (2): Geert Maciejewski

Posaunen- und Trompetenklang gemischt mit den Stimmen des Glockenspiels der Kirchen, Stars wie die norwegische Geigerin Vilde Frang (26) auf der Bühne. Ein musikalisches Auftragswerk, das den spezifischen Ton der Region zum Klingen bringt. Ein Elbphilharmonie Orchester, dem man bei seiner Premiere in MV die Vorfreude auf die neue heimische Spielstätte ansieht und anhört. Es ist mal wieder Festspiel-Zeit!

Diesen stimmungsvollen Beginn würdigt Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) in seiner Ansprache als einen „besonders klangvollen Auftakt für die neue Saison, auf die sich schon die ganze Festspielfamilie freut“. Er unterstreicht vor 800 Gästen, Sponsoren und Freunden des Festivals, unter ihnen Norwegens Botschafterin Elisabeth Walaas, dass es der Klassikreihe immer wieder gelänge, die Landschaften Mecklenburgs-Vorpommerns zum Klingen zu bringen. An den Intendanten Markus Fein gerichtet, meint Sellering: „Am Ende der Festspiele denkt man jedes Mal: Mehr geht doch nicht! Und doch schaffen Sie und Ihre Teams es immer wieder, die Musikfreunde mit tollem Programm zu überraschen!“

Markus Fein, der den gut dreimonatigen musikalischen Höhepunkt eröffnet, nimmt das Kompliment dankend entgegen. Er begründet den Erfolg der Festspiele unter anderem damit, dass es als Gegenwartsfestival nahe am Puls der Zeit sei und als Entdeckerfestival dem Publikum die Möglichkeit gebe, Orten und Künstlern neu zu begegnen. Mit dem Ausruf: „Nun hat die Musik das Wort“, übergab der Intendant an das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Leitung von Sakari Oramo und die Preisträgerin in Residence 2016, die norwegische Geigerin Vilde Frang (26).

Nach dem Konzert zeigt sich auch Wismars Ex-Bürgermeisterin Rosemarie Wilcken von der Musik und dem Geist des Ortes beeindruckt, „die hier so eine wunderbare Verbindung eingehen“.

Als glücklichsten Ex-Intendanten bezeichnet sich am Ende des Abends der Festival-Begründer Matthias von Hülsen: „Mein Ziel war es 1990, ein Musikfest zu schaffen, das aus dem kulturellen Leben Mecklenburg-Vorpommerns nicht mehr wegzudenken ist. Das ist gelungen!“

Nicht ganz so glücklich ist Geiger Razvan Aliman, dem während des Spiels die A-Saite reißt. „So etwas ist mir noch nie passiert!“, gesteht er später lächelnd. Nach schnellem Saitenwechsel kehrt er auf die Bühne zurück und nimmt ebenso wie seine Kollegen den begeisterten Applaus entgegen.

Werner Geske

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