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Die Rolling Stones zieht es wieder nach Hamburg

London/Hamburg Die Rolling Stones zieht es wieder nach Hamburg

Die größte Rockband der Welt startet im Stadtpark der Elbmetropole ihre „Stones – No Filter“-Tour quer durch Europa.

London/Hamburg. Sie zählen mit Hits wie „(I Can’t Get No) Satisfaction“ und „Brown Sugar“ zu den erfolgreichsten Rockbands der Welt – die Rolling Stones. Obwohl sie schon Opas und sogar Uropas sind, zieht es Mick Jagger & Co. weiter auf die Bühne – und wieder einmal nach Hamburg. Die Stones starten nämlich ihre Europatour im Herbst in der Elbmetropole. Dies kündigten sie gestern auf ihrer offiziellen Internetseite an. Die Fans können sich auf „eine Musikliste vollgepackt mit Klassikern freuen“, so die Band, allerdings gebe es jeden Abend auch „einige unerwartete Tracks“ und „ausgewählte Überraschungen“ zu hören.

 

OZ-Bild

Die Stones, hier Mick Jagger (l.), Keith Richards (r.), und Charlie Watts 2014 in Wien.

Quelle: Foto: Hans K. Techt, Dpa

Die „Stones – No Filter“-Tour beginnt am 9. September mit einem Auftritt im Hamburger Stadtpark. Zu dem Konzert werden bis zu 80000 Besucher erwartet. Der Veranstalter werde den Konzertbereich auf dem unteren Teil der Festwiese mit zwölf Tribünen für mehr als 26 000 Sitzplätze einfassen und die rund 30 500 Quadratmeter Rasen dazwischen sowie den 14700-Quadratmeter-Bühnenbereich vor dem Stadtparksee mit professionellen Rasenschutzsystemen abdecken, teilte das Bezirksamt Mitte mit. Der Aufbau der Bühne und sonstiger Anlagen beginne bereits am 1. September.

Auch die Stones selbst scheinen auf den Ort des Auftakt-Konzerts sehr stolz zu sein – immerhin habe im Hamburger Stadtpark das bisher letzte große Konzert im Jahr 1989 stattgefunden, merkt die Band an. Auf der großen Festwiese spielten beispielsweise 1987 David Bowie und 1989 Pink Floyd. Im Stadtpark ist auch eine Freilichtbühne, die im Sommer mit kleineren Konzerten bis zu 4000 Besuchern bespielt wird.

Zum ersten Mal in Hamburg spielte die Band fast auf den Tag genau 52 Jahre zuvor in der Ernst-Merck-Halle. Die beiden rund einstündigen Konzerte am 13. September 1965 (Eintrittspreis: 16 Mark) mit jeweils 6000 Zuschauern gehören zur Stadtgeschichte. Es gab 47 Festnahmen und die Polizei hatte Wasserwerfer aufgefahren. Danach sind die Stones noch mehrfach in der Hansestadt aufgetreten. 1970 absolvierten sie eine Hafenrundfahrt, es folgten Auftritte in der Ernst-Merck-Halle, später auch auf der Trabrennbahn in Bahrenfeld und im Volksparkstadion. Dort spielten sie zuletzt 2007 bei der „A bigger Bang“-Tour.

Insgesamt sind 13 Konzerte in neun europäischen Ländern geplant. Am 12. September will die Band im Olympiastadion in München auftreten, am 16. September in Spielberg (Österreich), am 20. September in Zürich und am 9. Oktober in Düsseldorfs Esprit Arena. Weitere Konzerte finden in Lucca (Italien), Barcelona, Amsterdam, Kopenhagen, Stockholm, Arnhem (Niederlande) und Paris statt.

Zuletzt waren Mick Jagger, Keith Richards, Ron Wood und Charlie Watts vor drei Jahren in Deutschland auf der Bühne, im Rahmen ihrer „14 on Fire Tour“. Hamburg stand nicht auf dem Tourneeplan.

Sänger Mick Jagger wird mit den Worten zitiert, er sei „sehr aufgeregt, im Herbst durch Europa zu touren“, an vertraute Orte zurückzukehren und an anderen Orten erstmals aufzutreten. Gitarrist Keith Richards kommentiert die Tourankündigung so: „Hey Leute, wir kommen. Wir sehen uns!“

Tickets für die Konzerte in Deutschland sind ab Freitag (12.5.) online erhältlich. Der reguläre Vorverkauf an den bekannten Vorverkaufsstellen startet Sonnabend.

Zuletzt waren die Stones vor einem guten Jahr in Lateinamerika auf großer Tour gewesen. Unter anderem waren die Rocker in Havanna auf Kuba vor Hunderttausenden Menschen aufgetreten. Ende vergangenen Jahres hatten die Rolling Stones dann ihr erstes Studioalbum seit mehr als zehn Jahren veröffentlicht. „Blue & Lonesome“ ist eine Hommage an die frühen Jahre der Band, als Mick Jagger und Co. als Bluesmusiker in Clubs und Bars in London auftraten.

Dirk Steinmetz und Eckart Gienke

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