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Kultur Die florale Welt der Bertha Gerresheim
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00:44 17.04.2018
Ahrenshoop/Wustrow

Ab Sonnabend sind in der Frühjahrsausstellung im Fischlandhaus Wustrow Arbeiten von Bertha Gerresheim (1846 bis 1916) zu sehen. Die mittlere der drei Gerresheim-Schwestern erbaute 1892 das Künstlerhaus in Ahrenshoop, wo sie mit der bekannteren Anna Gerresheim (1852 bis 1921) bis zu ihrem Tod lebte. Beide Schwestern gehörten zur Gründergeneration der Künstlerkolonie Ahrenshoop.

„Narzissen“, Bertha Gerresheim, nach 1892, Wasserfarben. REPRO: OZ

Bertha Gerresheim war von Beruf Erzieherin und in jüngeren Jahren weit herumgekommen, unter anderem hatte sie in England unterrichtet. Ihre Berufstätigkeit hatte ihr ermöglicht, die Mittel für den Bau eines eigenen Hauses zu ersparen – im Unterschied zu der Malerin Anna Gerresheim, die ihre künstlerisch stärkere Begabung rückhaltlos auslebte, ohne dabei wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Das Zusammenleben der beiden Schwestern in Ahrenshoop gestaltete sich keineswegs idyllisch. Sie ernährten sich von Gemüse aus dem eigenen Garten und verdienten sich mit Zeichenunterricht etwas zum Lebensunterhalt dazu. Beide waren sehr naturverbunden.

Bereits als junge Frau muss Bertha Gerresheim ein intensives zeichnerisches Naturstudium betrieben haben. Sie setzte dieses Studium vermutlich auch in Ahrenshoop noch fort. Ihr Interesse galt der Pflanzenwelt ihrer Lebensumgebung. Im Nachlass der Familie Gerresheim haben sich mehr als 50 zumeist mit Wasserfarben gemalte Blätter erhalten, auf denen blühende Blumen und Zweige in der Art eines Herbariums mit großer Genauigkeit dargestellt sind.

Den Arbeiten Bertha Gerresheims sind neben alten Fotoaufnahmen von Haus und Garten in Ahrenshoop auch drei Gemälde Anna Gerresheims beigestellt, darunter ein Porträt der Schwester Bertha. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Ahrenshoop.

Ausstellung: Fischlandhaus Wustrow, Neue Straße 38, 14. April bis 10. Juni; Eröffnung am 13. April um 18 Uhr. Geöffnet: Montag, Dienstag 10 bis 12 Uhr, 14 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 12 Uhr, 14 bis 18 Uhr, Freitag bis Sonntag und an Feiertagen 11 bis 16 Uhr.

OZ

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