Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Die internationale Sprache der Leipziger Malerei
Nachrichten Kultur Die internationale Sprache der Leipziger Malerei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 15.09.2018
Uwe Kowski ist gebürtiger Leipziger und stellt als Vertreter der „Neuen Leipziger Schule“ in Born aus. Quelle: Foto: Matthias Schümann
Born

Farbflächen, Farbtupfen und farbige Linien. Die Bilder von Uwe Kowski erscheinen wie üppige Wiesen, Haufen strahlenden Herbstlaubs oder abstrakte Landschaften. Auch wenn der Betrachter braucht, um sich in diesen Bildwelten zu orientieren: Kowskis Werke haben eine Präsenz, die einen sofort ergreift. Uwe Kowski, 1963 in Leipzig geboren, wo er lebt und arbeitet, ist gelernter Schriftmaler und studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Damit steht er altersmäßig und von der Ausbildung im Epizentrum der „Neuen Leipziger Schule“, als deren Vertreter Kowski gilt. Der Maler ist mit Künstlern wie Neo Rauch und Maix Mayer, dessen Arbeiten in der Kunsthalle Rostock zu sehen sind, befreundet. Seit Jahren unternimmt Kowski Ausflüge an die Ostsee, wo er mehrfach in der Galerie Born auf dem Darß zu sehen war. Die Galerie zeigt ganz frische Arbeiten, die in den vergangenen Monaten für die Ausstellung in Born entstanden sind, zusammengefasst unter dem von Schriftsteller Thomas Bernhard inspirierten Titel „Beton“. Kowski vertritt im Gegensatz zur Figürlichkeit Neo Rauchs oder zu den Installationen aus Fotografie und Film von Maix Mayer die abstrakte Malerei. Womit einmal mehr belegt ist, dass sich die unter der Überschrift der „Neuen Leipziger Schule“ gefassten Künstlern ästhetisch kaum auf einen Nenner bringen lassen.

Manchen Bildern mag man Kowskis Herkunft aus der Sprache, aus den Lettern und gemalten Buchstaben ansehen. Tatsächlich sind es ganz realistische Szenen, die die Vorlagen für Kowskis Bilder liefern:

Menschen auf einem Platz, schräg von oben betrachtet, von Sonne beschienen. Manchmal auch der Blick in den Spiegel. Ihre Verwurzelung in der Figürlichkeit und Gegenständlichkeit, auch dies eine Grundkonstante der „Neuen Leipziger Schule“, mag am auffälligsten in Kowskis „Selbstporträts“ sein, von denen eines in Born zu sehen ist. Uwe Kowski ist kein Maler, der sich hinter der Abstraktion verbirgt. Tatsächlich berührt ihn vieles in seiner Umgebung, politisches, gesellschaftliches, das er für mitteilenswert hält. Allerdings sei seine Malerei dafür nicht gemacht. Sie funktioniert nicht erzählerisch, sondern spricht die Sinne und regt Assoziationen an. Und die werden stärker. Vor Jahren waren Kowskis Bilder zurückhaltend, blassrosa, blasses Blau, Grün- und Rottöne. Im Vergleich dazu sind die aktuellen Bilder farbiger – eine Zunahme an Emotion abbildend, die sich in einem heftigeren Umgang mit den eigenen malerischen Mitteln spiegelt.

Matthias Schümann

Die Wismarer Galerie „Hinter dem Rathaus“ zeigt Arbeiten von Gerlinde Creutzburg

15.09.2018

50 Jahre lang wurde das Rostocker Kunst-Museum nicht saniert, das rächt sich nun: Stadt, Land und EU müssen nun sechs Millionen Euro investieren.

15.09.2018

In einem Kurs vermittelte die Galerie Refugium in Zinnowitz das Fotografieren mit Bezug zur Kunst/ Das Echo bei den Teilnehmern war positiv

15.09.2018
Anzeige