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Kultur Die neue französische Komödie: Irrwitzig, bissig und wahr
Nachrichten Kultur Die neue französische Komödie: Irrwitzig, bissig und wahr
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00:00 18.07.2013

Mit 80 Jahren entdeckt eine Rentnerin ein lukratives Geschäft: das Dealen mit Haschisch. Mit „Paulette“ brachte der französische Regisseur Jérôme Enrico schon Hunderttausende Franzosen zum Lachen.

Haschisch statt Bienenstich und Käsekuchen: Mit 80 Jahren ist die ehemalige Konditorin Paulette in den Drogenhandel eingestiegen. Doch ihr ausgeprägter Geschäftssinn ist der nicht gerade zimperlichen Konkurrenz ein Dorn im Auge. „Paulette“ ist eine Komödie, die nach einer wahren Geschichte entstanden ist. Regisseur Jérôme Enrico hat die irre Begebenheit mit viel Humor angereichert — und in Frankreich knapp eine Million Zuschauer zum Lachen gebracht.

Paulette lebt in einem zwielichtigen Pariser Vorort. Von ihrer kleinen Pension kann sie kaum leben, weshalb sie immer verbitterter und — trotz des farbigen Enkelkindes — rassistischer wird. Eines Tages fällt ihr Marihuana in die Hände. Ein unerwarteter Fund, der ihr Leben verändert. Sie steigt in den Drogenhandel ein, den sie zusammen mit ihren Freundinnen zu einem florierenden Geschäft ausbaut. Das Auftauchen der alten Dame rüttelt die mächtigen Hintermänner des lokalen Drogenrings wach, die ihr Enkelkind entführen.

Enrico erzählt die Geschichte mit viel Biss und Humor. Mit der Besetzung hat der Regisseur, der 2000 mit „L'origine du monde“ (etwa: Der Ursprung der Welt) viel Erfolg hatte, eine glückliche Hand bewiesen. Bernadette Lafont brilliert in der witzigen Komödie. Die 74-Jährige bekam 2003 den Ehrencésar für ihr Lebenswerk.

„Paulette“: Komödie, Frankreich, 2012, 87 Minuten, ab 12 Jahren, Regie: Jérôme Enrico, Darsteller: Bernadette Lafont, Carmen Maura, Dominique Lavanant. Noch nicht in unserem Verbreitungsgebiet

Sabine Glaubitz

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