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Nachrichten Kultur Dieter Kosslick will nach 2019 nicht mehr
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18:52 05.12.2017
Dieter Kosslick will den Hut nehmen. Quelle: Jens Kalaene
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Berlin

Der Festspieldirektor Dieter Kosslick (69) steht nach dem Ende seines Vertrages im Mai 2019 nicht mehr für eine Leitungsfunktion bei der Berlinale zur Verfügung. Dies habe er am Dienstagnachmittag gegenüber dem Aufsichtsrat bekräftigt, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mit.

Zuletzt war darüber spekuliert worden, ob der in die Kritik geratene Kosslick in einem neu aufgestellten Berlinale-Führungsgremium künftig wieder eine Position beziehen könnte. Wie von Grütters angekündigt, wird die aus Mitgliedern des Aufsichtsrates bestehende Findungskommission zur fachlichen Beratung Sachverständige aus der Film- und Kulturbranche beratend hinzuziehen.

„Die Findungskommission soll auf Grundlage der bisherigen sowie noch folgender Diskussionsbeiträge Vorschläge für den Aufsichtsrat erarbeiten zur künftigen Struktur und zu den damit verbundenen Personalentscheidungen“, hieß es. „Auf dieser Grundlage wird der Aufsichtsrat zu einer Sondersitzung im Januar zusammenkommen und dann im kommenden Jahr eine Entscheidung treffen.“

Zuletzt war immer wieder eine Trennung von Geschäftsführung und künstlerischer Leitung ins Gespräch gebracht worden. Die Debatte um die Kosslick-Nachfolge und die künftige Struktur des Festivals war entbrannt, nachdem rund 80 teils prominente Regisseure in einer Erklärung einen kompletten Berlinale-Neustart gefordert hatten - und damit mehr oder weniger direkt auch Kritik an Kosslick übten.

Grütters hatte am Montagabend bei einer Diskussionsrunde von Filmschaffenden betont, dass es anders als kolportiert „keinerlei Vorfestlegung auf eine weibliche oder deutsche Nachfolge“ gebe.“ Sie selbst führe seit Monaten „Gespräche mit einschlägigen Persönlichkeiten - übrigens auch international“.

Die Regisseure hatten in ihrer Erklärung ein transparentes Verfahren zur Neubesetzung der Berlinale-Leitung und eine internationale Findungskommission gefordert. Ziel müsse es sein, „eine herausragende kuratorische Persönlichkeit zu finden, die für das Kino brennt, weltweit bestens vernetzt und in der Lage ist, das Festival auf Augenhöhe mit Cannes und Venedig in die Zukunft zu führen“.

dpa

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