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Kultur Dieter Manns persönliche Bilanz: „Schöne Vorstellung“
Nachrichten Kultur Dieter Manns persönliche Bilanz: „Schöne Vorstellung“
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00:00 19.05.2016

. Sein Name steht neben Theaterlegenden wie Max Reinhardt und Elisabeth Bergner im Foyer des Deutschen Theaters in Berlin auf der Tafel der Ehrenmitglieder. Und doch ist Dieter Mann (74) vermutlich noch immer einer der unterschätzten großen Theater- und Filmschauspieler, der in der DDR Starruhm genoss und dann auch im vereinten Deutschland über Rollenangebote nicht klagen konnte.

Auch kulturpolitisch hat das frühere SED-Mitglied und der DDR-Nationalpreisträger als Intendant des Deutschen Theaters in Berlin, wo er die noch aufstrebenden Talente wie Frank Castorf, Heiner Müller und Thomas Langhoff um sich scharte und förderte, einiges erlebt und bewirkt. Über sein berufliches Leben und die weniger glamourösen Kinderjahre hat Mann jetzt in Gesprächen mit dem Journalisten Hans-Dieter Schütt Auskunft gegeben („Schöne Vorstellung“, Aufbau Verlag).

Seinen Durchbruch und Überraschungserfolg hatte Mann in den 70er Jahren als junger Rebell Edgar Wibeau in Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“, den er über 300 Mal spielte. Später war er Wallenstein, Odysseus, Zirkusdirektor, der Tempelherr in „Nathan der Weise“ und der Wehrhahn in Hauptmanns „Biberpelz“. Auf der Leinwand (Ost) war er das „Glück im Hinterhaus“. In der ZDF-Krimiserie „Der letzte Zeuge“ wurde Dieter Mann auch im Westen bekannter.

Eine sagenhafte Theaterkarriere hatte mitten in den deutsch-deutschen Turbulenzen ihren Höhepunkt erreicht. Es folgten noch zahlreiche Bühnen- und Fernsehrollen. Inzwischen ist es ruhiger um Mann geworden. „Mir muss keiner erklären, dass irgendwann die Stunde der Jungen schlägt. Es war auch mal meine Stunde“, sagt der Schauspieler in den manchmal von Melancholie und Kulturpessimismus gefärbten Gesprächen mit Schütt. Der Journalist erwähnt denn auch in seinem Nachwort, dass Dieter Mann Parkinson-Patient ist „und aus diesem Grund zunehmend vorsichtig mit Öffentlichkeit“ sei.

Wilfried Mommert

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