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Donatella Versace als Frontfrau des Feminismus

Mailänder Modewoche Donatella Versace als Frontfrau des Feminismus

Ihre Mode vereint feminine mit maskulinen Elementen, Klassisches und Sportliches. Donatella Versace ging es bei der Mailänder Modewoche aber nicht nur um Mode.

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Adressiert war die Botschaft an ihr Heimatland Italien.

Quelle: Evan Agostini

Mailand (dpa) – Feminismus ist der neue Trend in der Mode. Donatella Versace ging es bei der Mailänder Modewoche am Freitagabend nicht nur um Kleidung, sondern vor allem um Haltung - wie schon am Vortag bei Miuccia Prada.

„Equality“ (Gleichberechtigung), „Courage“ (Mut), „Unity“ (Einigkeit) – mit diesen Botschaften bedruckte Versace viele Teile ihrer Kollektion Herbst/Winter 2017/18, die die Designerin bei der bis Montag laufenden Modewoche vorstellte.

Adressiert war die Botschaft an ihr Heimatland. „In Italien haben die Frauen noch zu wenig Einfluss. Und das ist nicht in Ordnung. Also lasst uns gemeinsam für mehr Gleichberechtigung eintreten“, wurde Versace im „Corriere della sera“ zitiert. In der Mode selbst mischt sie feminine mit maskulinen Elementen, Klassisches und Sportliches, derbe und zarte Stoffe.

Bei Etro geht es stets um die kulturelle Vielfalt. Dieses Mal war der Blick vor allem ostwärts gerichtet – nach China, Japan und Tibet. Entstanden sind dabei unter anderem voluminöse Outdoor-Jacken im opulenten Patchwork, die obendrauf oft noch Stickereien zieren. Herbstliche Farben werden mit kräftigen Tönen durchmischt, Hosenbeine mit Pelzborten verziert, Kleider mit Kimonoärmeln versehen.

Warum Marco De Vincenzo zu den begabtesten italienischen Designern der jüngeren Generation zählt, unterstrich er am Freitagabend. Er übersetzte klassische Elemente der Damenmode in eine zeitgemäße Version. Pelz ist bei ihm rein synthetisch und wird kunstvoll bedruckt. Plissees mischt er horizontal und vertikal. Auf dem Pullover zieht sich eine Rüschenborte rechtwinklig von einem Handgelenk zum anderen. Die Perlenkette erhält eine Einfassung aus PVC. Auch das in München beheimatete Label Aigner zählt längst zu den Stammgästen auf der Mailänder Modewoche. Die neue Kollektion ist unter anderem geprägt von militärischen und viktorianischen Einflüssen. Traditionell gibt es bei Aigner viel Leder, die breiten Gürtel zum Beispiel werden mit einem Schößchen ausgestattet.

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