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Kultur Drama um Ex-RAF-Terroristen
Nachrichten Kultur Drama um Ex-RAF-Terroristen
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00:00 11.04.2013
Heiße Diskussion: Jens (Sebstian Koch, von links), Ulrich (Tobias Moretti), Inga (Katja Riemann) und Henner (Sylvester Groth). Quelle: Stephan Rabold/Universum Film

Fast 20 Jahre hat er gesessen und das Land, in das der Ex-RAFler Jens Kessler zu Beginn des Films entlassen wird, ist ein komplett anderes. Menschen in Jens‘ Alter, die einst von der Weltrevolution träumten, sind heute vor allem mit der Selbstoptimierung beschäftigt. So auch Inga, die mit Jens einen Sohn hat. Während Jens noch immer die „Systemfrage“ umtreibt, denkt Inga, die Literaturagentin, ans Joggen und an laktosefreie Milch. Im Landhaus von Jens‘ Schwester treffen sich Inga und Jens. Auch Henner ist dabei, ein ehemaliger Genosse, der sich nur noch in Büchern mit der RAF beschäftigt — und allmählich vergrößert sich die Runde, unter anderem durch Ulrich, den neuen Mann an Ingas Seite, der erfolgreich im Confiserie-Geschäft ist. Schnell ist klar: Mit Jens ist auch heute nicht gut Kirschen essen.

Grosse hat einen mutigen Film gedreht, der Fragen nicht nur zum RAF-Trauma aufwirft. Das Unverständnis aber zwischen den Generationen wird kaum aufgelöst. Für die höchst angespannte Beziehung zwischen dem Terroristen und seinem Sohn hätte man sich mehr Entwicklung gewünscht. So ist es vor allem das famose Darsteller-Ensemble, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ein Ensemble, in dem selbst die junge, noch recht unbekannte Elisa Schlott als Gregors Halbschwester ein paar starke Momente haben darf.

„Das Wochenende“: Drama, Deutschland 2012, ab 12 Jahren, 93 Minuten, Regie/Buch: Nina Grosse, Darsteller: Sebastian Koch, Sylvester Groth, Katja Riemann, Tobias Moretti, Barbara Auer, Robert Gwisdek, Elisa Schlott. In: Rostock

OZ

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