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Dschihad verstehen - Stück in München über Radikalisierung

Untertitel «Zucken» Dschihad verstehen - Stück in München über Radikalisierung

Menschen, die sich aus ihren persönlichen Umständen heraus und von außen betrachtet überraschend zur Gewalt wenden: Darum geht es in dem Theaterstück „Verstehen Sie den Dschihadismus in acht Schritten!“.

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Carolin Hartmann (l-r), Jakob Geßner und Julia Richter während einer Fotoprobe für das Stück „Verstehen Sie den Dschihadismus in acht Schritten!“.

Quelle: Volkstheater München/daniel Delang

München. Junge Menschen ziehen in den Krieg. Sie greifen zu Äxten und Messern. Sie stammen nicht unbedingt aus Krisengebieten, sondern aus dem satten Europa. Warum haben sie sich radikalisiert?

Das Münchner Volkstheater begleitet mit dem Stück „Verstehen Sie den Dschihadismus in acht Schritten!“ ihren Weg. Am Sonntag feierte das Werk der Autorin Sasha Marianna Salzmann in München Premiere; es war im März am Berliner Gorki Theater uraufgeführt worden. Der Dschihad - hier steht er als Synonym für Radikalisierung insgesamt.

Menschen, die sich aus ihren persönlichen Umständen heraus und von außen betrachtet überraschend zur Gewalt wenden: Ein hoch bezahlter Karrieremann greift am Ende zum Gewehr, ein Teenager zum Messer - und ein Schwuler mit russisch-ukrainischen Wurzeln schließt sich Kämpfern für die Volksrepublik Donezk an. Dabei hat alles so normal begonnen: mit üblichem Eheärger um den nicht geschlossenen Duschvorhang, mit einem Chat, mit einer Bekanntschaft zwischen Männern.

Der Regisseur Abdullah Kenan Karaca, gebürtiger Oberammergauer mit türkischen Wurzeln und muslimischen Glaubens, hat das Stück mit dem Untertitel „Zucken“ für das Volkstheater ausgewählt. Es bietet Motive an: Verunsicherung, Angst, Sehnsucht, die Suche nach Liebe. Die Schauspieler Julia Richter, Carolin Hartmann, Jonathan Müller und Jakob Geßner bringen mit viel Tempo die Geschichten der Protagonisten auf die mit schwarzen Kreuzen ausgekachelte Bühne. Sie springen bravourös zwischen Rollen, sind mal Handelnde, mal innere Stimme.

Wer versucht, die Stationen der Radikalisierung zu zählen, um sie „in acht Schritten“ zu verstehen, scheitert an dieser Rechenaufgabe: Am Ende bleibt der letzte Schritt zur Gewalt unerklärlich.

dpa

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