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Rostock Durch Coldplay inspiriert

Matthias Schweighöfer spielt mit seiner Band am 12. Dezember in der Rostocker Stadthalle

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Inzwischen auch als Sänger aktiv: Matthias Schweighöfer stellt auf der Bühne Songs aus seinem Debüt- Album „Lachen Weinen Tanzen“ vor. Fotos: Monika Skolimowska/dpa (1) Uwe Anspach/dpa (1)

Rostock. Jetzt singt er auch noch! Könnte man denken. Aber der Schauspieler Matthias Schweighöfer betätigt sich schon länger als Musiker. Spätestens seit Anfang 2017, damals erschien seine CD „Lachen Weinen Tanzen“. Matthias Schweighöfer, der „ganz okay Klavier und sehr schlecht Gitarre“ spielt, wie er sagt, hat seitdem ein weiteres Standbein. Auch live.

OZ-Bild

Matthias Schweighöfer spielt mit seiner Band am 12. Dezember in der Rostocker Stadthalle

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Vielseitiger Star

Matthias Schweighöfer wurde 1981 geboren und ist als Schauspieler bekannt. Er ist auch Synchronsprecher, Regisseur, Produzent und Sänger, inzwischen hat er auch eine Filmproduktionsgesellschaft gegründet.

Der 1981 in Anklam geborene Matthias Schweighöfer hat als Kind noch kulturelle Prägungen der DDR mitgenommen. „Die ersten musikalischen Erinnerungen kommen natürlich aus der DDR-Zeit“, sagt er. „Zum Beispiel an den ,Traumzauberbaum’ von Reinhard Lakomy.“ Aber dann kam erst mal die Schauspielerei, mit Filmen wie „Keinohrhasen“ (2007), „Friendship!“ (2010) oder „Russendisko“ (2012) wurde Matthias Schweighöfer zum Star. Derzeit ist er mit der Amazon-Serie „You Are Wanted“ gut beschäftigt.

Eine Art musikalisches Erweckungserlebnis hatte Matthias Schweighöfer im Jahr 2006. Das war auf einem Coldplay-Konzert in der Berliner Waldbühne. „Die Band war toll und vor allem waren sie berührend“, sagt er. „Das war für mich das Wichtigste.“ Seitdem wuchs beim Schauspieler auch der Wunsch, ein eigenes musikalisches Projekt auf die Beine zu stellen.

Motivierte Mitstreiter fand Matthias Schweighöfer in Arne Schumann und Josef Bach, die bereits für Schweighöfers Film „Der Nanny“ (2015) die Musik beigesteuert hatten. Längst hat sich das kleine Team eingespielt. Oft läuft es so, dass Matthias Schweighöfer nur ein paar Akkorde oder eine Melodie vorgibt, so ein kleiner Einblick in den Arbeitsprozess. „Ein guter Autor bringt genau das zu Papier, was du dir ausgedacht hast“, schildert Schweighöfer die Arbeitsweise. „Wir empfinden Musik ganz gleich“, beschreibt er den kreativen Gleichklang im kleinen Team. Die auf diese Weise entstandene Musik bildet die Inspiration für die Texte: Auch dafür hat sich Matthias Schweighöfer Mitstreiter gesucht. „Ich texte zusammen mit Nisse und Jasmin Shakeri.“ Und: „Es ist wichtig, eine Frau im Team zu haben, denn Frauen haben einen ganz anderen Blick.“ Gemeinsam hielten die drei sehr intensive Schreibsessions ab – die Chemie stimmte offenbar auch hier.

Matthias Schweighöfers CD „Lachen Weinen Tanzen“ bietet sehr sanften Deutschpop, oft vom Piano aus konzipiert, auch veredelt durch elektronische Klänge. Und mit zahlreichen Streichern! Denn für einige Songs konnte Matthias Schweighöfer die Streicher aus dem Orchester des US-amerikanischen Filmkomponisten Danny Elfman gewinnen. Eine Menge Balladen tummeln sich auf Schweighöfers Debütalbum.

Die Themen kommen aus dem Alltag, sie beschreiben oft Zweisamkeiten: „Bester Freund“ ist ein Lied über eine einzigartige Freundschaft, „Superman und seine Frau“ bietet eher Beziehungslyrik: „Du hörst nicht auf, immer das zu bleiben, was ich brauch“, beschwört Schweighöfer dort. Im Song „Deine Liebe“ klagt er: „Deine Liebe macht mir Sorgen, ich hoffe, dass du irgendwann wieder lieben kannst“.

Schließlich wird alles gut: „Ich trag dich durch den Sturm irgendwie nach Haus, wo immer das auch ist, das finde ich schon noch raus“, verspricht Matthias Schweighöfer in „Durch den Sturm“. Was anderes kann man sich bei ihm auch gar nicht vorstellen.

Matthias Schweighöfer: Konzert am 12. Dezember um 20 Uhr in der Stadthalle Rostock, Karten in allen OZ-Servicecentern, Tel. 0381/ 38303017 oder unter oz-tickets.de

Thorsten Czarkowski

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