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Kultur Ein Füllhorn zauberischer Poesie
Nachrichten Kultur Ein Füllhorn zauberischer Poesie
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00:00 22.06.2016
Heinz-Jürgen Staszak über ein Philharmonische Konzert im Volkstheater Rostock

Just an dem Tag, dem Mittsommertag, an dem sich das märchenhafte Verwirrspiel in Shakespeares „Sommernachtstraum“ abgespielt haben soll, spielte es sich nochmals im Großen Saal des Volkstheaters Rostock ab, diesmal allerdings mit ausführlicher musikalischer Begleitung, mit Mendelssohns Ouvertüre op. 21 (1826) und Bühnenmusik op. 61 (1843) zum „Sommernachtstraum“ im Saisonabschluss der Philharmonischen Konzerte.

Florian Krumpöck, der zum zweiten Mal in dieser Saison gastierte, diesmal als Dirigent, leitete eine einstündige musikalische Performance, luftig und duftig, in der originalen Version, die dramaturgisch nicht besonders glücklich ist (von Klaus Maria Brandauer gibt es eine bessere und amüsantere Version). Mit melodramatischen Szenen der beiden Schauspieler Sandra-Uma Schmitz (Elfe, Titania und Puck) und Ulrich K. Müller (Oberon und Puck), die ihr sprecherisches Können in den Vordergrund schoben, dabei aber humorvolle Leichtigkeit meist aussparten.

Diese und ein Füllhorn zauberischer Poesie boten die Norddeutsche Philharmonie, die beiden Sopranistinnen Jamila Raimbekova und Theresa Grabner sowie die Damen von Opernchor und Singakademie, vom Wunderwerk der genialen Ouvertüre über Elfengesänge bis zum noblen Hochzeitsmarsch.

Abgerundet wurde dieses romantische Märchenspiel durch die Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 (1850), die „Rheinische“, von Robert Schumann, eigentlich seine letzte, in der sich die hochgemute, heitere und ritterliche Seite der deutschen Romantik manifestiert. Krumpöck ließ sie von der Norddeutschen Philharmonie griffig und schwungvoll spielen, in guter Balance von Volkston und sinfonischem Anspruch, mit der energischen Aufbruchsstimmung des ersten Satzes, mit dem Ländlerhumor im Scherzo, mit der maßvollen Innerlichkeit des dritten Satzes. Er sparte auch nicht die dunkle Seite der Romantik aus, die konflikthafte seelische Zerrissenheit im vierten Satz, die er dann im Finale in mitreißender unbeschwerter Fröhlichkeit aufhob.

OZ

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