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Kultur Ein Italiener dirigiert am Sund
Nachrichten Kultur Ein Italiener dirigiert am Sund
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00:01 10.10.2018

Stralsund. Von Italien an den Sund: Seit Juli ist Mauro Fabbri der neue Chordirektor am Theater Vorpommern. „Meine Vorgänger haben fantastische Arbeit geleistet“, sagt der 48-Jährige mit einem Strahlen. „Der Chor ist klanglich richtig gut.“ Außerdem sei es toll, dass der Chor recht jung sei. „Da sind die Leute noch flexibler und im Kopf freier.“

Der neue Chor-Direktor am Theater Vorpommern Mauro Fabbri hat zuletzt in Pisa, Livorno und Helsinki gearbeitet. Quelle: Foto: Miriam Weber

Der in Lucca geborene Mauro Fabbri schloss sein Studium in Klavier und Komposition an der Luigi-Boccherini-Musikhochschule mit Auszeichnung ab. Von 1997 bis 2008 arbeitete er mit der Cappella S.

Cecilia der Kathedrale von Lucca zusammen, dann zog es ihn als Chordirektor unter anderem nach Pisa, Livorno und Helsinki. Nun also Stralsund. „Ich mag die Stadt“, sagt der sympathische Italiener.

„Sie erinnert mich an meine Heimatstadt Lucca. Man kann hier wundervoll spazieren gehen und es ist alles bequem zu Fuß zu erreichen.“ Nur eines fehle ihm manchmal im Norden: „Die Wärme und das gute italienische Essen.“

Und wie verträgt sich sein italienisches Temperament mit dem kühlen Norden? „Noch ganz gut“, sagt er mit einem Lachen. „Bei mir muss alles schnell und konzentriert sein und alle müssen sofort machen, was ich sage. Bis jetzt hat der Chor damit keine Probleme.“ Er erwarte von seinen Sängern, dass sie ihr Bestes geben, so wie auch er das Optimum von sich erwartet.

Gleich zu Beginn seines Engagements am Theater Vorpommern hat er eine große Aufgabe vor sich: Am 28. Oktober wird im Greifswalder Dom Sankt Nikolai das „War Requiem“ von Benjamin Britten aufgeführt. Bei dieser internationalen Ko-Produktion werden Chöre aus Szczecin, Klaipeda und dem Theater Vorpommern gemeinsam auf der Bühne stehen. „Natürlich ist es eine Herausforderung, über 80

Leute zu dirigieren“, sagt Mauro Fabbri. „Aber tatsächlich ist es einfacher, so einen großen Chor zu haben, als einen kleinen. Ein großer Chor klingt immer.“ Auch die unterschiedlichen Auftrittsorte, in der Oper Szczecin, dem Musiktheater Klaipeda und dem Dom in Berlin, seien für die Akustik kein Problem. „Die Herausforderung ist viel eher das Zusammenspiel zwischen den Chören, dem Orchester und den Solisten“, sagt Mauro Fabbri. „Für mich ist es wichtig, dass mein Chor mit der Musik Gefühle transportieren kann und das Publikum fesselt.“

Auch Stralsunder haben die Chance, sich das „War Requiem“ in der benachbarten Hansestadt anzuhören. „Wir werden einen Shuttle von Stralsund nach Greifswald und zurück anbieten“, erklärt Helga Haase vom Theater Vorpommern. Mauro Fabbri leitet außerdem den Kinder- und den Jugendchor des Theaters Vorpommern. Beide Chöre könnten noch Verstärkung gebrauchen, vor allem Jungs werden gesucht. Wer sich einmal im Kinderchor ausprobieren möchte, sollte mindestens sieben Jahre alt sein, für den Jugendchor werden 15- bis 16-Jährige gesucht. Wer Interesse hat, kann sich melden unter chordirektor@theater-vorpommern.de

Miriam Weber

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