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00:00 16.07.2016
Jürgen Flimm ist einer der maßgeblichen Regisseure im deutschen Sprachraum. Der Jubilar hat noch einiges vor. Quelle: Maurizio Gambarini/dpa

. Er ist einer der umtriebigsten, fleißigsten und erfolgreichsten deutschen Theaterleiter: Jürgen Flimm. Er war Schauspielintendant in Köln und Hamburg, leitete Festivals wie die Ruhr Triennale und die Salzburger Festspiele. Und seit fünf Jahren ist er Intendant der Staatsoper Berlin, wo er 2018 von Martin Schulz, bisher Leiter des Mozarteums in Salzburg, abgelöst werden soll. An diesem Sonntag wird Jürgen Flimm 75 Jahre alt. Geboren wurde er 1941 in Gießen. Er wuchs in Köln auf, wo er Theater- und Literaturwissenschaft sowie Soziologie studierte. 1968 wurde er Regieassistent an den Münchner Kammerspielen. Bald inszenierte er an verschiedenen Theatern. Schon früh interessierte er sich für Musik, auch für die zeitgenössische. Als Student hatte er Kontakt zu Komponisten wie Bernd Alois Zimmermann und Johannes Fritsch. Luigi Nonos „Al gran sole carico d’amore“ (Unter der großen Sonne, von Liebe beladen) war 1978 in Frankfurt die erste Oper, die er auf die Bühne brachte. Diese szenische Collage über Revolutionen des 19. und 20. Jahrhunderts, dieses „große Requiem auf verschollene Hoffnungen und das Scheitern von Utopien“ (Flimm), hat er dann 30 Jahre später in Salzburg noch einmal inszeniert.

2009 verhalf Flimm mit Nonos „Al gran sole carico d'amore“ Salzburg zu einem umjubelten, bis dahin dort kaum denkbaren Triumph des modernen Musiktheaters. Dieser Triumph beschleunigte aber seinen Abgang aus Salzburg. Dem Kuratorium der Festspiele war dieses Werk zu avantgardistisch und politisch. Flimm sagte im Rückblick, „es fehle in Salzburg an der unbedingten Freiheit des Denkens.“

Er verließ Salzburg ein Jahr früher als geplant. In Berlin bildeten Flimm und der Dirigent Daniel Barenboim ein gutes Gespann. Die Arbeit aber war nicht leicht, weil die Staatsoper in das kleinere Schillertheater umziehen musste.

Wilhelm Roth

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