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00:01 18.04.2017
Heinz-Jürgen Staszak über die Aufführung der Johannespassion in der Rostocker Nikolaikirche

Im zehnten Jahr seiner Amtszeit entschloss sich der Rostocker St.-Marien-Kantor Karl-Bernhardin Kropf (50) zur Aufführung der Johannes-Passion BWV 245 von Johann Sebastian Bach, die am Karfreitag in der Rostocker Nikolaikirche stattfand; im dritten Jahr seiner Amtszeit hatte er sich schon an die Matthäus-Passion gewagt.

Inzwischen hat er den Chor seiner Kantorei zu einem tüchtigen neunzigköpfigen Konzertchor entwickelt, der die chorintensivere Johannes-Passion zu einer eindrucksvollen Gestaltung führte, nicht nur in den kraftvoll innigen Chorälen, sondern besonders in den dramatischen polyphonen Turba-Chören der Volksmengen von Jerusalem. Mit dieser Leistungskraft formte Kropf, begleitet vom Orchester „Mecklenburger Kammersolisten“ unter Konzertmeister Bert Morgenstern, mit warmem Klang, gedeckt von silbrigen Flöten und Oboen, gestützt auf ein für die jeweiligen Aufgaben gut ausgewähltes Solistenquartett, die tragische Karfreitagserzählung zu einer bewegenden Architektur erregender Dramatik.

Spannungsvolles Zentrum war die Gerichtszene, in der Pilatus nach dem Begehren der Jerusalemer Jesus zur Kreuzigung verurteilen muss. In ihr bewältigte Matthias Vieweg (Bass) die nicht leichte Aufgabe, sowohl die Pilatus- als auch die Jesus-Partie zu singen, mit reifer Gestaltungskraft. Peter Koppelmann (Tenor) als Evangelist hatte in deklamatorischer Sachlichkeit zu ihr hingeführt und beendete sie mit der ergreifenden Phrase: „Und neiget das Haupt und verschied“.

Und es setzte nochmals die Arbeit der Verinnerlichung ein: Mit der Arie „Es ist vollbracht“ von Barbara Rohlfs mit ihrem volltönenden Alt, mit „Mein Herze zerfließet“ in gleitender Melodik von Brita Rehsöft (Sopran) und schließlich mit dem schmerzlichen Schlusschor „Ruht wohl“, so noch einmal den Grundton von Leiderfahrung und -überwindung manifestierend, mit – wie es im Bass-Arioso heißt – „ängstlichem Vergnügen, mit bitterer Lust und halb beklemmtem Herzen“.

OZ

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