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02:20 14.01.2017

Er schuf Hunde, Katzen, eine spezielle Ratte, den kleinen Hobbit, viele menschliche Gestalten und fabelhafte Szenerien. Dutzende Bücher hat Klaus Ensikat illustriert. Seine filigranen Zeichnungen wirken wie aus einer anderen Welt. Sie erinnern an altmeisterliche Stiche im Stil von Albrecht Dürer – aber sind oft farbig. Klaus Ensikat, geboren am 16.

Der Illustrator Klaus Ensikat wird am Montag 80 Jahre alt. Mit seinen Zeichnungen hat er zahlreiche Bücher zu Kunstwerken gemacht.

Januar 1937, illustrierte bereits zu DDR-Zeiten fast 100 Bücher. „Danach waren es noch mal so viele“, berichtet er. Und obwohl der Grafiker das Rentenalter schon längst überschritten hat, arbeitet er weiter und weiter – an literarischen Klassikern ebenso wie an Kinderbüchern. Am 16. Januar wird der Illustrator 80 Jahre alt. „Das will ich aber geheimhalten“, sagt er und schmunzelt.

Klaus Ensikat wurde in Berlin geboren und absolvierte zunächst eine Ausbildung als Gebrauchswerber. 1954 bis 1958 studierte er an der Fachschule für angewandte Kunst in seiner Heimatstadt. Seit vielen Jahrzehnten ist er freiberuflicher Zeichner und Illustrator – und noch immer sehr gefragt. Der in Berlin ansässige Kindermann-Verlag würdigt ihn als „einen der brillantesten freischaffenden Buchkünstler der Gegenwart“, das Goethe-Institut nennt Ensikat einen „Bilderzauberer“.

Er illustrierte Goethes „Osterspaziergang“ und Schillers „Räuber“ für den Kindermann-Verlag sowie „Jules Ratte“ von Peter Hacks für den Eulenspiegel Verlag. „Die toten Autoren sind mir die Liebsten – die können nicht reinreden“, sagt Ensikat. Aufträge habe er immer noch genug, so viele, dass er auch an Wochenenden arbeitet. Urlaub macht Ensikat, der Vater und Großvater ist, nicht.

Wenn er arbeite, dann viele Stunden hintereinander, berichtet der Grafiker. „Ich habe wahnsinnige Angst, unterbrochen zu werden.“ Reinreden lasse er sich von niemandem, auch nicht von seiner Frau Regine Röder-Ensikat, die Illustratorin ist. Für eine Buchseite mit aquarellierten Federzeichnungen benötige er sechs Tage. „Ich arbeite nur auf Papier, weil ich es auf Computer nicht kann“, erzählt er.

Ensikat erhielt viele Auszeichnungen, so 1995 den Kinderliteraturpreis. Sein Gesamtwerk wurde 1996 mit der Hans-Christian-Andersen-Medaille ausgezeichnet. Es ist die höchste internationale Ehrung für die Illustration von Kinder- und Jugendbüchern. Von 1995 bis 2002 war er Professor für Zeichnen an der Hochschule für Gestaltung in Hamburg. Der Bruder des Schauspielers und Autors Peter Ensikat (1941-2013) lebt mit seiner Frau im 14. Stock eines Plattenbau-Hochhauses im Osten Berlins . Im Erdgeschoss gibt es eine Bibliothek und einen Buchladen. „Ich lese auch Bücher dann, wenn ich sie nicht illustriere“, sagt Ensikat, der einen Schnauzbart trägt und jünger aussieht, als er ist. In der Wohnung hängt viel Ensikat-Kunst – Gemälde von seiner Frau. „Meine Zeichnungen sind nicht zum Ausstellen gedacht“, sagt Ensikat. Dennoch gibt’s immer wieder Ausstellungen. Das Grafische Kabinett der Kunstsammlungen und Museen Augsburg zeigt vom 3. Februar bis zum 2. April Ensikats Illustrationen für ein Kinderbuch über Martin Luthers Wittenberger Thesen.

Klaus Ensikat bleibt kokett: „Zeichner wird man nur, wenn es keine anderen Möglichkeiten gibt. Man muss dazu in Mathe so schlecht sein, dass ein Physikstudium nicht in Frage kommt.“

Der Illustrator

Klaus Ensikat wurde 1937 in Berlin geboren und absolvierte nach der Schule von 1954 bis 1958 eine Lehre als Gebrauchswerber. Ab 1965 war Ensikat Lehrer an der Fachschule für Bildende Kunst in Berlin. Als freischaffender Künstler veröffentlichte Klaus Ensikat neben Buchprojekten auch Illustrationen in den Zeitschriften „Das Magazin“ und „Eulenspiegel“. Von 1995 bis 2002 war Ensikat Professor für Zeichnen an der Fachhochschule Hamburg. Der Künstler lebt in Berlin und arbeitet für zahlreiche Buchverlage.

Sophia-Caroline Kosel, Sören Stache und Thorsten C

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