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Eine Insel klingt nach Brahms

Eine Insel klingt nach Brahms

Festspielfrühling Rügen bietet zehn Tage lang erstklassige Musik.

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Das Fauré Quartett auf der Insel Rügen.

Quelle: Jan Northoff

Bergen Dreizehn Sinfonien in einem Konzert: Die Festspiele MV sind immer für eine Überraschung gut. Zwölf dieser Werke, die das MDR Sinfonieorchester und das Fauré Quartett am Samstag beim zweiten Festspielfrühling Rügen (15.-24.3.) in Göhren aufführen, sind allerdings „Pocket Symphonies“, wie Komponist Sven Helbig seine Miniaturen nennt. Anschließend erklingt die erste Sinfonie von Johannes Brahms (1833-1897).

Erst Ende Februar kamen Helbigs Novitäten als CD bei der Deutschen Grammophon heraus, wurden in Dresden uraufgeführt und sorgten im Berliner Admiralspalast für Furore — alles mit dem MDR Sinfonieorchester und dem Fauré Quartett. Dessen vier Musiker sind die künstlerischen Leiter des Rügener Festspielfrühlings und bringen die „Pocket Symphonies“ auf Deutschlands größte Insel.

Konstantin Heidrich, der Cellist des international renommierten Fauré Quartetts, ist voll des Lobes über den Komponisten. „Helbig hat einen unglaublich großen Horizont. Er ist nicht nur ein hervorragender und vielseitiger Musiker, sondern auch Texter, Komponist und Produzent“, sagt er über den Mitbegründer der Dresdner Sinfoniker. Mit denen hatte Helbig schon Rammstein-Songs neu produziert und Arrangements für die Pet Shop Boys eingespielt.

Zum Programmpunkt Brahms (1833-1897) sagt Fauré-Cellist Heidrich: „Seine erste Sinfonie gehört einfach auf diese Insel.“ Beweist doch das Werk, dass Brahms auf Rügen zum Sinfoniker wurde — während eines Sommerurlaubs 1876. Bis dahin hatte sich der bereits bekannte Komponist mit seinem Werk sehr schwer getan: Der Ruf, der legitime Erbe Beethovens zu sein, war ihm lähmende Belastung. Erst auf Rügen gelang der Durchbruch im quälenden Schaffensprozess. „An den Wissower Klinken ist eine schöne Symphonie hängengeblieben“, schrieb er später.

Auch sonst steht Brahms im Jahr seines 180. Geburtstages im Mittelpunkt des morgen beginnenden Musikfestivals. In 13 klassischen Konzerten und einigen Begleitveranstaltungen sind auf Rügen und der Nachbarinsel Hiddensee neben dem Fauré Quartett und den MDR-Sinfonikern der Pianist Lars Vogt, der Klarinettist David Orlowsky, die King‘s Singers, der Hornist Christoph Eß, die Mezzosopranistin Katharina Kammerloher und der Schauspieler Burghart Klaußner zu erleben. Im vergangenen Jahr wurden im Festspielfrühling 3200 Besucher begrüßt, diesmal haben die Veranstalter die Platzkapazität erhöht. Festspielfrühling Rügen: 15.-24.3., Programm: www.festspiele-mv.de;

Karten: in allen OZ-ServiceCentern.

Dietrich Pätzold

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