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Eine Kultur der Toleranz

Rostock Eine Kultur der Toleranz

Die Rostocker Benefiz-Gala „Migration ist eine Chance“ will die Bereicherung durch Zuwanderung würdigen

Rostock. Mit der Benefiz-Gala „Migration ist eine Chance“ will die Rostocker Kulturszene ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen. Am 25. März um 16 Uhr ist das Große Haus des Rostocker Volkstheaters Schauplatz dieser Veranstaltung, die für Toleranz und Verständigung werben soll. Organisiert wurde dies von der Kulturstiftung Rostock e.V., ihr Vorsitzender Wolfgang Methling hatte die Vorbereitungen und die Künstlerauswahl mitgestaltet. „Wir haben mit dem Volkstheater und mit der Hochschule für Musik und Theater Gespräche dazu geführt“, so Methling. „Eines der Ziele war zum Beispiel, dass alle vier Sparten des Volkstheaters vertreten sein sollen.“ Hinzu kommt, dass auch die Künstler des Volkstheaters viele verschiedene Nationalitäten abbilden. „Am Theater arbeiten schließlich Künstler aus 20 Nationen“, erläutert Wolfgang Methling, in diesem Fall hat bereits eine künstlerische Bereicherung stattgefunden.

Die HMT Rostock wird vorrangig durch ihre Absolventen vertreten, so Methling, der multikulturelle Charakter der Rostocker Veranstaltung setzt sich in den eingeladenen Gästen fort. Eingeladen wurde zum Beispiel Hikmat Al-Sabty mit Gruppe, auf diese Weise wird die irakische Kultur repräsentiert, das dazugehörige künstlerische Thema kommt allerdings aus Deutschland, es ist ein Ausschnitt aus dem „Westöstlichen Diwan“ von Johann Wolfgang von Goethe.

Der Chor Nadeshda steht wiederum für die russische Kultur, die sich bereits in Rostock etabliert hat. „Und die Trommelgruppe & Tarame Hussein kommen von der Musikschule Vierteltakt“, erklärt Wolfgang Methling.

Aber nicht nur mit der Auswahl dieser Künstler zeigt sich Rostock bunt, auch in der Wahl der Themen. Die Norddeutsche Philharmonie intoniert gemeinsam mit Opernsängern den Chor der Janitscharen aus der Oper „Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Und mit der Aufführung der „Ringparabel“ aus Gotthold Ephraim Lessings „Nathan der Weise“ wird das Thema Religion in den Mittelpunkt gerückt. Aber es gibt nicht nur Kunst, auch Gespräche. Ruben Cardenas vom Fabro e.V. und Maher Fakhouri vom Migra e.V. setzen sich mit der Flüchtlingsproblematik auseinander. In der Veranstaltung wird auch ein Dekalog verlesen — ein Zehn-Punkte-Papier zur Willkommenskultur, das Regeln der kontrollierten Einwanderung nahelegt.

Die Botschaft dieses Nachmittags am Karfreitag ist klar. „Ihr seid willkommen, ihr seid eine Bereicherung für unser Land“, so lautet das Fazit, das nicht nur in Richtung Zuwanderung gehen soll, sondern auch an diejenigen geht, die sich bereits dafür engagieren. Beschlossen wird die Benefiz-Gala schließlich mit dem „Gefangenenchor“ aus der Verdi-Oper „Nabucco“.

Von Thorsten Czarkowski

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