Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kultur Einer von den vielen netten Kerlen
Nachrichten Kultur Einer von den vielen netten Kerlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 30.11.2017
Direkter Draht zum Publikum: Mark Forster bei seinem Konzert vor zwei Jahren in Rostock. Quelle: Fotos: Ove Arscholl (1), Dpa (1)
Rostock

„Die Hallen in Rostock sind jedesmal größer geworden“, freut sich Mark Forster über den Publikumszuwachs. Als der Musiker vor zwei Jahren in Rostock war, gab’s ein volles Haus: In den Rostocker Mau-Club waren damals 800 Besucher gekommen. Jetzt wird alles größer aufgezogen, für das morgige Konzert ist die Stadthalle Rostock gebucht. Ausverkauft. „Das erste Mal hab ich in Rostock vor 70 Leuten gespielt“, erinnert sich Mark Forster. Er fand’s aber in Ordnung: „Es war trotzdem ein schöner Abend!“

Mark Forster hat seine „Tape Tour“ verlängert: Am Freitag spielt der Musiker in Rostock

Deutscher Singer und Songwriter

Mark Forster (bürgerlich Mark Cwiertnia) wurde im Jahr 1984

in Kaiserslautern geboren und lebt

heute in Berlin. Der Sänger und Songwriter veröffentlichte bislang

die Alben „Karton“ (2012), „Bauch und Kopf“ (2014) und „Tape“ (2016) sowie zahlreiche Singles.

Seit 2012 – damals erschien sein Debüt-Album unter dem schlichten Titel „Karton“ – hat Mark Forster seinen Erfolg langsam steigern können. Forster schreibt einfühlsame Texte mit einem Hauch von Kitsch. „Auf dem Weg“ hieß Mitte 2012 die erste Single von Mark Forster. Mit Zeilen wie: „Auf dem Weg liegt, was ich such, ich schau jetzt hin, ich lass es endlich zu.“ Das klang ein bisschen programmatisch für die nachfolgende Karriere, der Weg zum Erfolg war damit angetreten.

Die musikalische Frühprägung von Mark Forster wurde durch den elterlichen Plattenschrank bestimmt. „Stones, Beatles, Westernhagen“, sagt Forster knapp. „Mit 12 oder 13 kam der Hip-Hop dazu“, erinnert er sich, ab diesem Punkt waren auch die Fantastischen Vier ein wichtiger Einfluss. Der ist stilistisch heute noch zu hören, der Übergang vom Gesang zum Rap ist bei Mark Forster fließend.

Der jetzt 32-Jährige steigerte mit den beiden weiteren Alben seinen Bekanntheitsgrad. 2014 kam „Bauch und Kopf“ heraus, zwei Jahre später das aktuelle Album „Tape“. Mark Forster trifft dabei einen besonderen Ton, obwohl es keine besonderen Themen sind. Lieder wie „Kopf und Bauch“, „Anna“ oder „Zu Dir“ beschreiben die Zweisamkeit. Musikalisch bietet Forster die gerade angesagte Mischung aus Deutschpop, Schlager, Hip-Hop und Dance.

Dieser Markt scheint noch immer nicht gesättigt zu sein. Im Terrain zwischen Max Giesinger, Philipp Dittberner, Tim Bendzko, Adel Tawil, Philipp Poisel, Johannes Oerding oder Wincent Weiss ist offenbar immer noch genug Platz. Überall nette Kerle, aber überall Melancholie.

Auch auf der Bühne ist Mark Forster ein netter Kerl, seine Band nennt er „Orchesterchen“. Doch dahinter steckt der nachdenkliche Mark Forster, der Künstler eben. Erfolg misst er nicht nur in Zahlen.

Einen großen Traum hat er sich bereits erfüllt, als er in den Londoner Abbey-Road-Studios aufnahm. „Das war im legendären Studio 2, als Beatles-Fan eine große Sache für mich“, sagt Mark Forster im Rückblick. Dort hat er seine aktuelle Single „Kogong“ aufgenommen, die Erinnerung daran schwingt immer noch nach.

Solche Belohnungen gönnt Mark Forster sich einfach. Dann spielt der Aufwand keine Rolle, für seinen Song „Chöre“, erschienen 2016 auf „Tape“, hatte er zum Beispiel die Harlem Gospel Singers verpflichtet, diese gemeinsame Arbeit in New York war ebenfalls eine beglückende Erfahrung.

Jetzt wird erst mal die aktuelle Tour zu Ende gespielt. Neue Songs gehen Mark Forster bereits im Kopf herum, lässt er durchblicken.

Mark Forster: „Tape Tour 2017“, Konzert am 1. Dezember um 20 Uhr in der Stadthalle Rostock (Südring 90, 18059 Rostock)

Thorsten Czarkowski

Van Morrisons Nostalgie-Trip / Neues Album kommt Freitag

30.11.2017

Das Multitalent Kit Armstrong wird Preisträger in Residence des Festspielsommers 2018 / Das Programm umfasst 145 Konzerte: vom großen Open Air bis zum intimen Kammerkonzert.

30.11.2017

Die Mitglieder des Kunstvereins Roter Pavillon laden am 12. Dezember um 19 Uhr zu einem Abend mit Texten und Radio-Features der Journalistin Eva Firzlaff ein.

30.11.2017