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Kultur „Entfernte Welten“ als Inspiration für neue Wege
Nachrichten Kultur „Entfernte Welten“ als Inspiration für neue Wege
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00:00 19.10.2017
Die Band Sandow ist sich für nichts zu schade: Für neue Songs schreckten sie vor der ein oder anderen schmutzigen Erfahrung nicht zurück. Quelle: Foto: Band
Rostock

Die Band Sandow, als innovative Undergroundband in der DDR mit Hits wie „Schweigen und Parolen“ und „Born in the GDR“ bekannt geworden, stellt am Freitag in Rostock ihr neues Album vor. Es ist nicht die erste Wiedergeburt, mit der die Auflösung 1999 korrigiert wird.

Sandow ist nach einem Cottbuser Stadtteil benannt

Die Band Sandow – nach dem gleichnamigen Cottbuser Stadtteil benannt – wurde 1982 gegründet.

Der Song „Born in the GDR“ wurde als Lobeshymne auf den DDR-Staat interpretiert, war aber eher als Parodie gedacht.

Die Doku „Flüstern und Schreien“ machte die Band bekannt.

Termine 20.10. Rostock 10.11. Pößneck 17.11. Cottbus 18.11. Potsdam Weitere Informationen

www.sandow.de

Schon 2005 überraschte die Band mit einer Reunion. Nach dem grandiosen, reifen Album „Kiong – Gefährten der Liebe“ folgte eine Tour, und dann kam – lange nichts. Vor zwei Jahren gab es dann ein neues Lebenszeichen und so gastierte die Band mit einer kraftvollen Show im Rahmen der 30-Jahre-Sandow-Tour auch im Rostocker Mau. Und jetzt? Sandow ist schon wieder da. Sogar mit neuem Album und kleiner Tour, die im September in Leipzig startete und bis ins nächste Jahr verlängert werden soll.

Kai-Uwe Kohlschmidt, Frontmann der Band, erklärt die letzte Pause so: „Zum einen haben wir viel Zeit in dieses aufwendige Album gesteckt. Wir haben acht Jahre an dem Material gearbeitet. Nicht durchgängig, aber beständig. Dabei sind unsere Jobs so unterschiedlich, dass es schwer ist, die Kalender zu synchronisieren. Zudem hat unser Schlagzeuger fünf Jahre lang eine schwere Krankheit nicht nur kuriert, sondern letztlich auch überlebt.“

Das neue Album „Entfernte Welten“ hat Sandow über Crowdfunding – eine Schwarmfinanzierung zumeist im Internet – finanziert. Das Unterstützungsziel wurde deutlich übertroffen, keine Selbstverständlichkeit im Kulturbetrieb. Die Gründe für ihren Erfolg sieht der Sänger im großen Engagement der Band für die Aktion und in der Sorgfalt, mit der das Projekt geplant und durchgeführt wurde: „Während der Kampagne muss man sehr viel Inhalt präsentieren. Alte Videos, Fotos, Storys, Blogs, Statements, Appetizer vom neuen Stoff, Liveschaltungen. Das hat sehr gut funktioniert, zudem wir viele alte, schlafende Fans wieder geweckt haben. Ich kann das durchaus empfehlen, weil es Leute zusammenbringt, die das gleiche Interesse haben. Ein neues Album eben.“

Texter und Komponist Kai-Uwe Kohlschmidt wird von besonderen Begebenheiten magisch angezogen, ist quasi in Dauerrecherche. Er sucht ständig Geschichten, die man noch nicht kennt oder die neue Aspekte transformieren. Echte Erfahrungen, nicht gelesene, bilden die Basis neuer Songs, deren Titel wie „Der Eldorado-Cut", „Die Wüste“ oder „Eis“ klar mit den Erlebnissen im Kunstprojekt „Mangan25“

zusammenhängen. In diesen bereiste er entfernte Welten, Grenzgebiete wie den Regenwald in den Anden, Maputo in Mosambik oder Inseln wie Öland und Gotland. Doch auch zur Hansestadt Rostock gibt es besondere Bande. Die Band spielte überall: In der Alten Molkerei in Lütten Klein, im alten wie auch im neuen Mau-Club oder auf der „Stubnitz“.

Für das kommende Konzert stehen natürlich sowohl Klassiker aus über 30 Jahren Bandgeschichte als auch neue Stücke auf dem Programm. Ein Tipp ist das ironische, frech-provokante „New World Order“, das musikalisch scheinbar leicht daherkommt, aber nicht weniger als die Frage nach der Zukunft der Menschheit aufwirft Welchen Visionen folgen wir? Wann ist wieder Zeit für eine Revolution?

Michael Klamp

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