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Erst glühend, später verbittert

Stralsund Erst glühend, später verbittert

Premiere in Stralsund: „Martinus Luther“

Stralsund. Der Ort der Premiere war gut gewählt: Der kleine Gustav-Adolf-Saal in der mächtigen Stralsunder Sankt-Jakobi-Kirche gab den Rahmen für dieses Stück von John von Düffel. Der Abend zeigt Martin Luther in zwei sehr unterschiedlichen Lebensphasen. Zunächst kurz nach seinem Erweckungserlebnis – als Luther knapp einem Gewitter entronnen war und beschloss, sein Leben künftig Gott zu widmen. Dafür lässt er nicht nur sein Jurastudium sausen, streicht auch seine Hochzeit und entsagt seiner Familie.

 

OZ-Bild

Der junge Luther (Marvin Rehbock) sucht seinen Platz in der Welt.

Quelle: Foto: Vincent Leifer

Der junge Luther (Marvin Rehbock) ist ein glühender Idealist, der später der katholischen Kirche den Spiegel vorhalten wird. Marvin Rehbock verkörpert hier einen selbstquälerischen Martin Luther, der seinen Weg erst finden muss, aber die Berufenheit schon in sich spürt.

Nach der Pause springt das Stück 40 Jahre weiter. Wir sehen einen gealterten, desillusionierten und auch etwas eitlen Luther (Markus Voigt), dem der Idealismus abhanden gekommen ist. Nun verkörpert Marvin Rehbock einen jungen Studenten, der ins Hause Luthers kommt, weil er um die Hand der Tochter anhalten will. Er findet einen verbitterten Mann vor.

„Anfang und Ende eines Mythos’“ lautet der Untertitel dieses Stücks (Inszenierung: Linus Buck/Dirk Löschner), das sich sich Martin Luther von zwei unterschiedlichen Seiten nähert und eine komplexe Persönlichkeit zeigt. Perspektivwechsel und Rollentausch (die Dritte im Bunde ist Chiaretta Schörnig, die auch die Teufelin sowie Luthers Gattin Katharina von Bora verkörpert) machen dieses Stück des Theaters Vorpommern zu einem intensiven Kammerspiel. Weitere Aufführung am 12. Oktober um 20 Uhr im Rubenowsaal in Greifswald.

Thorsten Czarkowski

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