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Kultur Erste große Premiere an Berliner Staatsoper
Nachrichten Kultur Erste große Premiere an Berliner Staatsoper
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00:01 13.02.2018

Berlin. Premiere gelungen: Mit „Tristan und Isolde“ hat die Berliner Staatsoper Unter den Linden die erste große Premiere nach ihrer Wiedereröffnung im vergangenen Jahr gefeiert. Über fünfeinhalb Stunden spielte das Ensemble unter Leitung von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim Richard Wagners Werk mit einem hochkarätigen Ensemble, allen voran Andreas Schager und Anja Kampe in den Titelpartien.

Andreas Schager als Tristan und Anja Kampe als Isolde Quelle: Foto: Dpa

Der russische Regisseur und Bühnenbildner Dmitri Tcherniakov versetzte die mittelalterliche Mythengeschichte um Liebe und Verrat konsequent in die moderne Gegenwart. Während im ersten Aufzug sich die Begegnung des Liebespaares auf einer Luxusyacht abspielt, tritt im zweiten Aufzug König Marke (Stephen Milling) auf der Suche nach Isolde in einem Ballsaal im Dekor der 1950er Jahre auf.

Im dritten Aufzug ist Tristan schließlich in einer Altbauwohnung gelandet, im Wahn sehnt er sich nach seiner geliebten Isolde, die er aus dem Fenster im Schiff nahen sieht. Neben viel Beifall erntete Tcherniakov aber auch einige Buhrufe aus dem Publikum. Gefeiert wurden auch Ekaterina Gubanova als Isoldes Zofe Bragäne, Boaz Daniel als Kurwenal und Stephan Rügamer als Melot.

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden war Anfang Oktober nach siebenjähriger Sanierung wiedereröffnet worden, musste aber bereits zwei Wochen später bis Dezember

wieder schließen, um sich auf die neuinstallierte Bühnentechnik einzuspielen.

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