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Erstes Theater mit Landesbeteiligung am Start

Schwerin Erstes Theater mit Landesbeteiligung am Start

Aus zwei mach eins: Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin und das Mecklenburgische Landestheater Parchim sind Geschichte

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Blick in den imposanten Großen Saal des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin.

Quelle: Fotos: Jens Büttner/dpa

Schwerin. Die Fusion der Theater in Schwerin und Parchim und der Einstieg des Landes als Mehrheitsgesellschafter sind gestern in Kraft getreten. Mit dem 1. August sind die beiden rund 45 Kilometer voneinander entfernten Bühnen zum Mecklenburgischen Staatstheater verschmolzen.

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Aus zwei mach eins: Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin und das Mecklenburgische Landestheater Parchim sind Geschichte

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Der Fusionsvertrag war vor eineinhalb Wochen bei einem Notar in Rostock unterzeichnet worden. Es ist der erste Zusammenschluss zweier Bühnen im Land im Zuge der aktuell diskutierten Theaterreform.

Eine weitere Fusion ist im Landesosten vorgesehen.

Der Einstieg des Landes als Mehrheitsgesellschafter des Mecklenburgischen Staatstheaters soll langfristig die finanzielle Zukunft sichern. Das Land übernimmt 74,9 Prozent der Anteile. Jeweils zehn Prozent tragen die Stadt Schwerin und der Landkreis Ludwigslust-Parchim. Die Stadt Parchim ist mit 5,1 Prozent beteiligt.

Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) betonte, die neuen Gesellschafter würden das Mecklenburgische Staatstheater sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich auf sichere Beine stellen. Hinter den Kulissen werde mit Hochdruck gearbeitet, sagte er. Die finanzielle Situation des Theaters müsse langfristig gesichert werden. Intendant Lars Tietje habe den Auftrag, bis zum Herbst ein Wirtschaftskonzept für die nächsten vier Jahre zu erarbeiten. Tietje hatte am Tag der Vertragsunterzeichnung gesagt, dass an beiden Bühnen zusammen bis zum Jahr 2020 noch etwa 15 Stellen abgebaut werden müssten. In Schwerin sei von den 30 einzusparenden Stellen gut die Hälfte geschafft, in Parchim müssten noch zwei weg. Am Ende seien 2020 in Schwerin 300 Stellen und in Parchim 29 vorgesehen.

Weitere Strukturveränderungen, die noch anstehen, betreffen den Umzug der niederdeutschen Fritz-Reuter-Bühne von Schwerin nach Parchim. In der rund 18000 Einwohner großen Stadt 45 Kilometer südöstlich von Schwerin ist ein Theaterneubau geplant. Das bisherige Gebäude war baupolizeilich gesperrt worden.

Sechs Sparten sollen an den Standorten Schwerin und Parchim arbeiten. Das Staatstheater Mecklenburg vereint unter seinem Dach Musiktheater, Konzert, Schauspiel, Ballett, Kinder- und Jugendtheater einschließlich Figurentheater sowie die niederdeutsche Fritz-Reuter-Bühne.

Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow (Linke) hatte mit Freude und Erleichterung reagiert. „Endlich haben wir es, unser erstes wirkliches Staatstheater!“, sagte sie. „Die Ensembles können sich auf ihre Aufgaben konzentrieren und müssen sich nicht ständig um Kürzungen oder drohende Insolvenzen Gedanken machen.“ Sie sei fest davon überzeugt, dass beide Spielorte von der Fusion profitieren werden. Iris Leithold

OZ

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