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Familiendrama gewann das 27. Filmkunstfest MV

Schwerin Familiendrama gewann das 27. Filmkunstfest MV

Das Spielfilmdebüt „Die Tochter“ der Regisseurin Mascha Schilinski hat den Hauptpreis des 27. Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern gewonnen, den mit 10 000 Euro dotierten „Fliegenden Ochsen“.

Schwerin. Das Spielfilmdebüt „Die Tochter“ der Regisseurin Mascha Schilinski hat den Hauptpreis des 27. Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern gewonnen, den mit 10 000 Euro dotierten „Fliegenden Ochsen“. Die Jury, zu der Schriftsteller Lutz Seiler („Kruso“) gehörte, kürte den Streifen einstimmig zum Sieger. Der Film erzähle in spektakulären Bildern und auf stark berührende Art und Weise die Geschichte eines Kindes nach der Trennung seiner Eltern, lobte die Jury. „Die Tochter“ erhielt außerdem den Preis für die beste Musik- und Tongestaltung.

Mit „Die beste aller Welten“ von Adrian Goiginger erhielt ein weiteres Kindheitsdrama mehrere Preise. Der Film über den siebenjährigen Sohn einer heroinsüchtigen Mutter wurde mit dem NDR-Regiepreis sowie mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Der Streifen „Back for good“ von Mia Spengler, in dem ein pleite gegangener Trash-TV-Star zurück ins Provinzkaff zu seiner Mutter ziehen und Verantwortung übernehmen muss, erhielt den Förderpreis der DEFA-Stiftung sowie den Preis der Internationalen Filmkritikervereinigung Fipresci. Hauptdarstellerin Kim Riedle gewann den Nachwuchsdarstellerpreis.

Seit Dienstag wurden 150 Filme aus 17 Ländern in vier Wettbewerben und acht Themenreihen gezeigt. Das Festival, zu dem rund 18000 Zuschauer erwartet wurden, endet am Sonntagabend. Im Zentrum steht traditionell der engagierte, deutschsprachige Film. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) überreichte den Ehrenpreis des Filmkunstfestes, den „Goldenen Ochsen“, an die Schauspielerin Iris Berben.

Ihr sei als enorm wandlungsfähige Künstlerin eine außergewöhnliche Film-Karriere gelungen, sagte er. Gastland des Filmkunstfestes war Dänemark, das mit einer eigenen Filmreihe gewürdigt wurde. Neben dem Stummfilm „Hamlet“ (1920) mit Asta Nielsen wurden auch vier der 14 Olsenbande-Filme gezeigt. Eine Ausstellung beleuchtete die Filme um die liebenswerten Kriminellen Egon, Benny und Kjeld und ihre Anläufe für den großen Coup. Einer der Höhepunkte des Festivals war der Auftritt des Børge-Darstellers Jes Holtsø als Blues-Musiker.

Iris Leithold

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