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Fantasievolle Kleinkunst in all ihren bunten Facetten

Ludwigslust Fantasievolle Kleinkunst in all ihren bunten Facetten

Das „Kleine Fest im großen Park“ unterhielt Freitag und Samstag 18000 Gäste im Schlosspark Ludwigslust / 37 Ensembles aus elf Ländern präsentierten dort Akrobatik, Comedy, Jonglage, Musik und Tanz

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Die Grupo Semilla (Spanien/Deutschland) führte ihre Flamenco-Show „Sentimientos“ auf.

Ludwigslust. „Was macht ein Schwabe mit zwei brennenden Kerzen und einem Spiegel? Er feiert den vierten Advent.“ Mit solchen Scherzen unterhielt Comedian Roberto Capitoni sein Publikum, der italienische Schwabe nahm sich selbst nicht aus: „Ich kam erst zu Welt, als man mich mit einem Bausparvertrag herausgelockt hat“, berichtete Roberto Capitoni über das „Wunder“

OZ-Bild

Das „Kleine Fest im großen Park“ unterhielt Freitag und Samstag 18000 Gäste im Schlosspark Ludwigslust / 37 Ensembles aus elf Ländern präsentierten dort Akrobatik, Comedy, Jonglage, Musik und Tanz

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seiner Geburt. Sein Programm „Ein Italiener kommt selten allein“ kam an.

Humor wurde absolut groß geschrieben beim Kleinen Fest im großen Park. Der heiteren Grundstimmung im Park des Ludwigsluster Schlosses tat auch der Nieselregen am Freitag keinen Abbruch. Ganze Familien zogen mit Bollerwagen durch den Park. Viele der Besucher hatten sich mit Hüten, Schirmen, Regencapes und Abdeckplanen gegen die Nässe gewappnet. Das Duo Hinz und Kunz applaudierte dem Publikum sogar für ihr Durchhaltevermögen, aber auch die Künstler hatten es nicht immer einfach. So tanzte die spanische Grupo Semila ihren Flamenco auf einer rutschigen Bühne, auch Jens Ohle balancierte in seiner Straßentheater-Comedy seine Leiter auf einem gefährlich glatten Untergrund. „Leute, ich muss das hier eigentlich nicht machen, ich hab mein Geld schon bekommen“ – mit solchen Sprüchen nahm Jens Ohle das Publikum für sich ein. Auch seine gefährlich aussehende Jonglage mit brennenden Fackeln ging glatt.

Wegen des Sprühregens mussten aber einzelne akrobatische Vorstellungen aus Sicherheitsgründen ausfallen. So wurde das Wetter quasi ein Nebendarsteller beim kleinen Fest im großen Park, das inzwischen ein sehr gefragter Klassiker bei den Festspielen MV ist. Seit 1995 gibt’s dieses Fest, ins Leben gerufen vom Künstlerischen Direktor Harald Böhlmann. Allein die Dimensionen des Kleinkunstfestes beindruckten: In diesem Jahr waren auf 29 Bühnen 37 Künstler und Ensembles aus elf Ländern zu Gast, sie traten abwechselnd auf. Der dazugehörige Zeitplan wurde den Besuchern im Programmheft an die Hand gegeben, so konnte jeder seine Show selbst zusammenstellen. Akrobatik, Comedy, Jonglage, Musik und Tanz. Und das Gefühl einer überfüllten Veranstaltung kommt nicht auf, die 9000 Besucher verteilen sich gut im Park.

Es war auch optisch ein Genuss: So das auf der Bühne unmittelbar vor dem Ludwigsluster Schloss agierende „lebende Glockenspiel“ des Ensembles Cia La Tal, das mit dieser Darbietung besonders die Kinder begeisterte. Ganz ohne Worte kam auch die Schminkkünstlerin Mutaberis aus. Leben war aber auch zwischen den Bühnen auf den Wegen und Wiesen: Eine Reihe von „Walking Acts“– fanatasievoll, skurril oder prächtig ausstaffierte Straßenkünstler also – flanierten durch den Park und animierten die Besucher zum Mitmachen. Das lustige Programm „Modernes Seemannsgarn“ des Kleinkünstlers Nagelritz lud sogar zum Mitsingen ein.

Ja, ein kleines Fest ist dies längst nicht mehr. Dafür spricht nicht nur die große künstlerische Vielfalt dieser Kleinkunst-Veranstaltung, auch die Karten-Nachfrage. Wenn das Programm der Festpiele MV im November des Jahres vorgestellt wird und der Vorverkauf beginnt, sind Karten rasch vergriffen. Der Termin für dieses Fest im kommenden Jahr steht bereits: Am 10. und 11. August 2018 ist es soweit.

Thorsten Czarkowski

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