Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Fernsehen Neue Serien auf Netflix, Amazon Prime und Sky im Dezember 2018
Nachrichten Kultur Fernsehen Neue Serien auf Netflix, Amazon Prime und Sky im Dezember 2018
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:52 30.11.2018
Der Dezember wird gemütlich – dafür sorgen die neuen Serien. Quelle: Getty Images
Hannover

Klar, es gibt Weihnachten. Aber was gibt es noch im Dezember? Genau, neue Serien. Der frische Schwung von Originals, Fortsetzungen, Prequels und Sequels ist nun hübsch aufgestapelt.

Aus diesen Serien stellen wir nun die 15 Premium-Happen in absteigender Reihenfolge vor. Während Netflix eher auf Action setzt, sind bei Amazon Prime und Sky die humorigen Serien vertreten.

+++
Das sind die besten Serien im November 2018
+++

+++
Die besten Serien bei Netflix im Oktober 2018
+++

1. Arthurs Gesetz, Mini-Serie, Staffel 1, ab 18. Dezember, Sky

Arthurs Gesetz ist so etwas wie Murphy’s law: Alles, was schiefgehen kann, geht schief. Ein Mann sägt sich die Hand ab, um Geld von der Versicherung einzukassieren, und das setzt eine unglückliche (oder für den Zuschauer glückliche) Verkettung von Umständen in Gang.

In Klein Biddenbach hat sich Fargo angesiedelt, die Leichen purzeln vom Dach und alles würde vielleicht ganz gut ausgehen, wenn nicht das Jobcenter ständig anklopfen würde. Jan Josef Liefers spielt den größten Trottel, den man sich vorstellen kann, und es geht alles schief. Große Serien-Empfehlung in düsteren Tagen.

2. Dogs of Berlin, Staffel 1, ab 7. Dezember, Netflix

Berlin ist ein knallhartes Pflaster für knallharte Jungs. Selbst die Berühmten und Reichen werden von dem Moloch der Stadt in die Tiefe gezogen. So wird der National-Fußballspieler Orkan Erdem tot aufgefunden – mit dem Gesicht nach unten zwischen hässlichen Betonklötzen und einem Brei aus vertrocknetem Blut um ihn herum.

Nun sind also Erol Birkan (Fahri Yardim) und Kurt Grimmer (Felix Kramer) gefragt, zwei coole Berliner Super-Cops, die sich durch Nichts so leicht erschüttern lassen. Wer sind seine Feinde? Die Mafia-Unterwelt? Easy. Neonazis? Kein Problem. Oder doch die durch und durch korrupte Politik? Auch mit denen nimmt er es auf. In Westernmanier, breitbeinig, mitgenommen und nur noch ein Hund kann das kalte Herz des Superbullen erwärmen. Toughe Typen. Sollte man einschalten, allerdings nicht mit allzu hohen Erwartungen.

3. Camping, Staffel 1, ab 14. Dezember, Sky

Eine neue Serie aus dem Hause HBO: In der Hauptrolle spielt Jennifer Garner („Alias“) die zwanghaft-organisierte Kathryn, die mit ihrem Mann Walt (David Tennant) und Freunden zu einem Vier-Tages-Camping-Trip aufbricht. Nicht nur die Besetzung ist großartig, hinter der Serie stecken die Macher von „Girls“ – Autorin ist Lena Dunham. Das garantiert unangenehm gute Witze.

4. The Marvelous Mrs. Maisel, Staffel 2, ab 5. Dezember, Amazon Prime (auf Englisch)

Frau Maisel (Rachel Brosnahan) ist wunderbar – marvelous. In der ersten Staffel hat Miriam ihr Talent für Comedy entdeckt, als ihr achso-perfekter Ehemann sie verlassen hat. Und sich so ihre Existenz gesichert, ungewöhnlich in den Fünfzigern.

In Staffel 2 geht das Abenteuer „emanzipierte Frau in den Fünfziger Jahren“ weiter – teilweise artet die Serie sehr in üppiger Kostümierung und hübscher Kulisse aus. Miriam Maisel wird zu einer Art Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany’s“. Doch diese stets gut angezogene Frau will es jetzt wissen, einfach nur ihren Weg zu gehen reicht nicht mehr. Sie will ein großer Comedy-Star werden – der größte. “Comedy wird von Enttäuschung und Peinlichkeiten befeuert. Wer hat damit mehr Erfahrung als Frauen?“, fragt sie. Recht hat sie. Also die Damen: einschalten.

5. Future Man, Staffel 1, ab 14. Dezember, Amazon Prime

Der Cinderella-Traum eines jeden Gamers. Josh Futterman verdient sein Geld als Hausmeister in einem Medizinlabor. Wirkliche Erfolge feiert er aber nur beim Spielen, und zwar bei „Future Man“. Er wird der Erlöser der Sci-Fi-Welt im Computerspiel. Und dann ist plötzlich doch alles echt. Sein Computerspiel ist die Zukunft und er, der Loser, der Nerd, der Nichtsnutz, ist plötzlich der Auserwählte und muss die Welt in Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit retten, damit die Menschheit überlebt. Natürlich klappt das nur so mäßig. Lustig ist es aber alle Mal.

6. Kidding, Staffel 1, ab dem 3. Dezember, Sky

Jeff Piccirillo (der großartige Jim Carrey) ist Mr. Pickles, ein allseits beliebter Kinder-TV-Moderator, der immer lächelt. Und Lächeln am meisten liebt. Doch sein Sohn ist verstorben, seine Ehe zerrüttet. Und weil er vielleicht nicht mehr immer nur lächeln will, will Jeff eine Folge über den Tod drehen. Doch der Produzent des wertvollen Kinder-TV-Imperiums – und gleichzeitig sein Vater – verwirft die Idee. Jeff dreht ab.

Mr. Pickles ist eine gute Rolle für Jim Carrey, eine perfekte: Hinter der Maske der sanften Bob-Ross-mäßigen Gutmütigkeit versteckt sich das absolut Menschliche, der alltägliche Abgrund.

7. Berlin Station, Staffel 3, ab 5. Dezember, Netflix

Die nächste Berlin-Krimiserie, allerdings aus amerikanischer Hand. „Dieser Ort ist eine Zeitbombe“, heißt es im Trailer zu neuen Staffel von „Berlin Station“. Gemeint ist aber irreführenderweise Berlin, sondern Estland. In feinster Kalter-Krieg-Manier muss der CIA-Agent Daniel Miller einen dritten Weltkrieg zu verhindern. Russland will in der Serie – eine kleine Analogie zur Krim-Annexion – Estland überfallen und somit einen dritten Weltkrieg auslösen. Mit einem neuen Showrunner in der dritten Staffel - und die Serie gewinnt noch mehr an Dynamik, falls das in der Actionserie überhaupt möglich ist, alles spielt in 11 Tagen.

Die Serie bewegt sich dabei in alten Feindbilden, vom Eisernen Vorhang ist die Rede, Russland würde Estland „zurückholen“ – und ignoriert damit vollkommen, dass fast 30 Jahre nach dem Mauerfall vorüber sind.

8. Wanted, Staffel 3, ab 13. Dezember, Netflix

Achtung, nicht zu verwechseln mit Mathias Schweighöfers überkandideltem Agenten-Serien-Debüt. Diese Serie wurde unter der heißen Sonne Australiens ausgebrütet und kann sich auf den ersten Blick einreihen in den düsteren Thriller-Serien-Dezember. Doch gibt es einen entscheidenden Unterschied zu den anderen Baller-Serien: Hier werden zwei Frauen, völlig Fremde - zufällig Opfer eines Auftragsmordes. Schon in Staffel 1 und 2 setzten sich Lola und Chelsea gegen die korrupte Polizei, die Mafia und Schwerverbrecher durch. Jetzt geht es in die Wüste des Outbacks – die beiden wollen endgültig Ruhe und Freiheit haben, hantieren aber dann doch wieder mit schwerem Waffengerät herum.

9. Die Medici – Herrscher von Florenz, Staffel 2, ab 24. Dezember, auf Sky1

In der ersten Staffel führte Richard Madden als Cosimo de Medici die Geschicke von Florenz – „Medici – die Herrscher von Florenz“ ist eine üppige, britisch-italienische Serie, die nicht so sehr auf historische Akkuratesse, sondern setzt mehr auf Drama, Drama und nochmal Drama. In Staffel 2, die pünktlich zu Heiligabend startet (falls jemand da nichts Besseres zu tun hat), macht die Serie ein Sprung von 20 Jahren. Lorenzo di Medici (Daniel Sharman), genannt Lorenzo Il Magnifico, ist nun Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Er ist der Großenkel von Cosimo. Es ist definitiv keine Serie für Geschichts-Fans, da Moden, Ausstattungen und Handlungen sehr lose ausgelegt wurden.

Die erste Staffel von „Medici“ ist ebenfalls auf Netflix zu sehen.

10. Plan Coeur / The Hook Up Plan – der Liebensplan, ab 7. Dezember, Netflix

Schöne Französinnen, die in einer schönen Stadt vor sich hinseufzen, weil sie keinen Freund kriegen. Und später seufzen: „Jetzt ist dieser schöne Mann in mein Leben zu kommen, um mich zu retten, als ich schon aufgegeben habe.“ Doch der edle Mann ist nicht Prinz, sondern Prostituierter. Wie bei Pretty Woman, nur umgekehrt. Das kann man sich mal geben.

11. You – du wirst mich lieben, 16. Dezember, Netflix

„Du wirst mich lieben“ – ein Satz, der erst einmal hoffnungsvoll, liebevoll klingen kann. Oder bedrohlich. Joe Goldberg („Gossip Girl“-Star Penn Badgley) hat sich diesem Satz verschrieben, seitdem er Beck (Elizabeth Lail) das erste Mal sah. Er googelt sie, findet ihre Profile in den sozialen Medien und folgt ihr ab jetzt auf jeden Schritt. Wie süß. Oder auch nicht. Die Macher von „Riverdale“ versuchen geschickt, Goldberg sowohl als Helden als auch als Bösewicht darzustellen. Als einen der liebt, aber der Obsession verfällt. Auch wenn sich irgendwann die Leichen nur so stapeln, bleibt Goldberg immer schöne und leicht Fremde. Fies, aber schön. Wer sich ein bisschen mehr Tiefgang als bei „Gossip Girl“ wünscht, aber dann doch nicht allzuviel, kann hier kurz durchsuchten.

12. Pine Gap, Staffel 1, ab 7. Dezember, Netflix

Thriller, diesmal aus Australien. Wieder schöne, fitte Agenten, die irgendwelche Geheimnisse haben und mitten im Outback gelangweilt herumhocken, bis jemand mit einer Rakete ein ziviles Flugzeug abschießt. Australischer Patriotismus stinkt gegen den amerikanischen Patriosmus an (denn es ist ein australisch-amerikanische Geheimoperation). Danach sind die Geheimnisse nicht mehr so geheim. Naja, irgendjemand ballert noch rum. Und andere haben Sex. Schnarch.

13. The Protector, Staffel 1, ab 14. Dezember, Netflix

Ein Netflix-Import aus der Türkei: Istanbul hat einen Beschützer. Doch ist er weg. Weil aber das Schicksal es so will, ist Hakan der neue Protektor, kriegt als solcher eine Menge Kampftraining, magischen Glitzerschmuck und cool leuchtende Tattoos, die sich alle Kinder als Mickey-Mouse-Extra wünschen würden. Praktischerweise hat der Protektor auch einen bösartigen Gegenspieler– sonst wäre es ja langweilig – den Unsterblichen. Und los geht das Geballere.

14. Fuller House, Staffel 4, ab 14. Dezember, Netflix

Erinnert sich noch jemand an die Olsen-Zwillinge? Die starteten klein und niedlich in der Sitcom „Full House“ – und die ist seit einiger Zeit mit einem Remake zurück, inklusiver schlechter Gags und eingespielter Lacher. Jetzt geht das Spin-Off ohne Olsen-Zwillinge in die vierte Staffel, es gibt ein Baby, ein paar Slapstick-Witze werden gemacht – und ewig lacht das Publikum. Wer da noch mitlachen kann, sollte einschalten.

15. Shades of Blue, Staffel 2 und 3, ab 1. Dezember, Amazon Prime

50 Schattierungen von Blau: Jennifer Lopez schauspielert wieder – und diesmal ganz erwachsen und ernst. Als Polizistin hat sie gegen korrupte Kollegen ermittelt. In Staffel 3 von „Fifty Shades of Blue“ sagt sie jetzt öffentlich aus – und natürlich ist alles wieder ganz gefährlich. Langsam dreht die Polizistin Harlee aber am Rad. Sie glaubt, dass sie verrückt wird. Aber das muss man sich nicht anschauen.

Bonus: Rocco Schiavone, Staffel 2, ab 18. Dezember, Sky

Verdammt, es ist nicht Rocko Schamoni von Studio Braun, sondern Rocco Schiavone, ein knallharter italienischer Ermittler, der sich mit der Mafia und wem-sonst-noch in Italien anlegt. Von denen gibt es schon genug (siehe oben). Dann lohnt sich das einschalten auch nicht.

Achja, sonst läuft auch noch:

Der Lack ist ab, Staffel 5, Amazon prima, ab 28. Dezember

Case, Staffel 1, ab 7. Dezember, Netflix

12 Monkeys, Staffel 3, ab 15. Dezember, Amazon Prime

Bad Blood, Staffel 1, ab 7. Dezember, Netflix

The Quest, Staffel 4, ab 31. Dezember, Amazon Prime

The Missing, Staffel 2, ab 1. Dezember, Amazon Prime

Family Guy, Staffel 15, ab 1. Dezember, Netflix

Prison Break, Staffel 5, ab 1. Dezember, Netflix

S.W.A.T., Staffel 2, ab 3. Dezember, Sky

Fortitude, Staffel 3, ab 21. Dezember, Sky

Von Geraldine Oetken / RND

Etwas vergleichbares gab es bis 1978 nicht: Die Serie „Holocaust“ mit Meryl Streep thematisierte zum ersten Mal vor Massenpublikum die Schrecken der Judenverfolgung. Nun soll die Serie 40 Jahre später wieder im Fernsehen laufen.

30.11.2018
Fernsehen „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ - Dschungelcamp 2019: RTL gibt offiziellen Starttermin bekannt

„Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ist eines der ersten großen Fernsehereignisse des Jahres. Nun hat RTL den offiziellen Starttermin fürs Dschungelcamp bekannt gegeben.

13.12.2018

„heute-journal“-Moderator: Claus Kleber über seine Menschenrechts-Doku „Unantastbar – Der Kampf für Menschenrechte“ (Dienstag, 4. Dezember, 20.15 Uhr, ZDF), die USA unter Trump und wo er lieber nicht gedreht hat

30.11.2018