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Festspiele MV setzen auf Erfindergeist von Schlagzeuger

Schwerin Festspiele MV setzen auf Erfindergeist von Schlagzeuger

Alexej Gerassimez, Preisträger in Residence der Saison, spielt in der Liebherr-Halle und im Forst von Jasnitz. 120 Konzerte kündigen die Festspiele für ihre Saison 2017 an – mit großen Namen, Spektakulärem und Familiärem

Schwerin. Ein Satz aus Bachs Cello-Suiten und zum Schluss ein turbulentes solistisches Kleinod, „Das Narrenschiff“, geschrieben von ihrem Vater, dem russischen Opernkomponisten Vladimir Kobekin: In strahlender Musizierlaune präsentierte sich gestern im Haus der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin die Cellistin Anastasia Kobekina als Solistenpreisträgerin der Festspiele 2016.

Doch nicht nur die 22-Jährige, die als neues Mitglied die ganze Preisträgerfamilie der Festspiele als deren wichtigste Basis repräsentierte, sorgte für Begeisterung. Begeisterung verströmten auch Festspielintendant Markus Fein und sein Team bei der Vorschau auf die Saison 2017 der Musikreihe: rund 120 Konzerte. Angekündigt sind große Namen wie Janine Jansen und Julia Fischer, Elisabeth Leonskaja, Till Brönner, Ute Lemper und Götz Alsmann. Es kommen Dirigenten wie Gustavo Dudamel oder Herbert Blomstedt, der kurz nach seinem 90. Geburtstag (11.7.2017) mit der NDR Elbphilharmonie in der Konzertkirche Neubrandenburg auftritt. Spitzenensembles wie die Berliner Philharmoniker, die Bremer Kammerphilharmonie oder das Fauré Quartett sind dabei. Viel Sympathisches, Aufregendes und ungewöhnlichste Blicke auf MV kündigt der Intendant an.

Und spektakulär soll es werden: Als wohl spektakulärstes Konzert 2017 kündigte Markus Fein den Auftritt des Schlagzeugers Alexej Gerassimez und seines Percussion-

ensembles in der Produktionshalle des Liebherr-Werkes in Rostock an. Gerassimez, der im vergangenen Jahr mit der musikalischen Erschließung des Schiffsschraubenwerkes in Waren die Besucher zu Jubelstürmen hingerissen hatte, ist die ganze Saison 2017 über der dominierende Preisträger in Residence. Dominieren wird er nicht nur durch die Zahl seiner 24 Konzerte, sondern durch seine Innovationskraft. „Gerassimez ist ein echter Erfinder, ein großer Entdecker“, schwärmte der Festspielintendant. „Für mich der beste Schlagzeuger in Deutschland.“ So wird er in Rostock zu seinem fulminanten Schlagzeug-Feuerwerk sogar riesige Produktionskräne in musikalische Bewegung versetzen.

Nicht nur in Rostock, im ganzen Land ist Gerassimez zu hören: Vom Eröffnungskonzert am 17. Juni in Wismars Kirche St. Georgen, wo er eine von ihm komponierte Festspiel-Ouvertüre aufführt, bis zum Wochenende „360° Schlagzeug“ vom 8. bis 10. September in Ulrichshusen, wo der Schlagzeuger das Staunen über die Möglichkeiten seiner Instrumente nochmals steigert und in Workshops seiner Meisterklasse, aber auch dem Publikum beim eigenen Trommeln weiterhilft. Auch als Gesprächspartner über Schlaginstrumente, Rhythmen und das Wesen der Zeit steht er zur Verfügung. Außerdem konzertiert er u.a. in Neubrandenburg und Heringsdorf, Schwerin, Waren, Stolpe, in Hasenwinkel mit dem Friends- und dem Preisträger-Projekt, in Heiligendamm, Greifswald oder Laage im Flugzeughangar des Luftwaffengeschwaders. Und: Im Wald. Dort, im Forst von Jasnitz, werden Musiker und ihr Publikum ein Konzert gemeinsam erleben (6. September).

Neben Spektakulärem hebt Markus Fein den familiären Charakter der Festspiele und ihre besondere Verbindung mit MV, „dem schönsten Bundesland Deutschlands“, hervor. In Abgrenzung vom großstädtischen Kulturleben und von speziellen Standortfestivals betonte Fein: „Wir bespielen einfach dieses große Bundesland.“ Und ermöglichen dabei neben Konzerten auch Gespräche mit Künstlern in entspannter Atmosphäre.

Zu den vielen Neuigkeiten dieses Jahres gehört die „Inselmusik“ – ein Streichquartettfest mit dem Armida, dem Cecilia und dem Tesla Quartett. Bewährte Reihen, wie Landpartie oder das Fahrradkonzert in Schwerin, werden das Publikum in Bewegung versetzen.

Karten ab heute in allen OZ-Service-Centern. Programm unter www.festspiele-mv.de.

Dietrich Pätzold

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