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Festspiele MV Pachtvertrag an Neonazi: Gemeinde fordert Hilfe
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12:38 28.06.2018
Die zentrale Wiese in Jamel müssen die Pächter laut Vertrag für das Festival „Jamel rockt den Förster“ freihalten. Quelle: OZ
Gägelow/Jamel

Hinter verschlossenen Türen hat am Dienstagabend der Hauptausschuss der Gemeinde Gägelow (Nordwestmecklenburg) ausschließlich über einen Punkt diskutiert: die Verpachtung der zentralen Dorfwiese in dem von zahlreichen Neonazis bewohnten Ort Jamel an einen der Rechtsextremisten. Die Verpachtung hatte der Hauptausschuss Ende Februar beschlossen.

Nach OZ-Informationen hatten mehrere Ausschussmitglieder deutlich gemacht, dass die Gemeinde mit Jamel allein gelassen werde. Von einem fadenscheinigen Verfahren des Landkreises wegen Umweltverschmutzung gegen Neonazi Sven Krüger, das von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen sei, sei die Rede gewesen, von fehlender Information und Unterstützung durch den Landkreis und das Land.

Wenn man gewusst hätte, an wen die Wiese ginge, wäre es von seiner Seite nie zu einer Verpachtung gekommen, soll ein Ausschussmitglied entsetzt bemerkt haben. Zudem hätten die Mitglieder betont, wie engagiert sie in den zurückliegenden Jahren in Jamel vorgegangen, wie unmittelbar sie im Alltag davon betroffen seien.

Mit dem Vertrag selbst, der eine unbefristete Verpachtung vorsieht, werde sich die Gemeindevertretung auf ihrer nächsten Sitzung im September befassen, sagte Bürgermeister Uwe Wandel auf OZ-Nachfrage. Der Vertrag sieht eine Kündigung unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zum Quartalsende vor. Eine Kündigung des Pachtvertrages wäre also frühestens zum 31. Dezember 2018 möglich.

OZ

Aufregung in Jamel (Landkreis Nordwestmecklenburg): Die Wiese, auf der das Festival „Jamel rockt den Förster“ stattfindet, wurde von der Gemeinde Gägelow einem Neonazi-Mitstreiter zur Pacht überlassen. Zur einer Sonnenwendfeier kamen 200 Rechtsextreme.

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