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Kultur Film des Jahres: „The Square“
Nachrichten Kultur Film des Jahres: „The Square“
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00:05 11.12.2017

. Erst die Goldene Palme von Cannes und die Nominierung für den Auslands-Oscar – jetzt die Ehrung als bester europäischer Film des Jahres. Die schwedische Gesellschaftssatire „The Square“ von Ruben Östlund räumte bei der Verleihung des 30. Europäischen Filmpreises aber nicht nur in der Königskategorie ab. Fünf weitere Trophäen holte die in der Kunstszene spielende Komödie. Für die Deutschen gab es  am Samstagabend in Berlin nur einen Trostpreis. Maria Schrader erhielt für ihren Film „Vor der Morgenröte“ über das Leben und Sterben des Schriftstellers Stefan Zweig im Exil den Publikumspreis. „Das habe ich wirklich nicht erwartet“, sagte die Schauspielerin und Regisseurin überglücklich.

Maria Schrader Quelle: Fotos: Dpa
Sieger: Ruben Östlund

Keine Chance gegen die starke Konkurrenz hatte dagegen die deutsche Schauspielerin Paula Beer, die für ihre Rolle in dem Drama „Frantz“ von François Ozon als beste Darstellerin nominiert war. In dieser Kategorie gewann die in Freudentränen aufgelöste Alexandra Borbély für ihre Rolle in dem ungarischen Berlinale-Gewinner „Körper und Seele“.

Auch Regisseur Simon Verhoeven hatte kein Glück: Er war mit seinem Flüchtlingsfilm „Willkommen bei den Hartmanns„ in der Kategorie Beste Komödie nominiert – und verlor gegen den großen Sieger des Abends „The Square“, der damit sowohl den Spielfilm- als auch den Komödienpreis einheimste.

Mit „The Square“ (Das Quadrat) setzte sich der unterhaltsamste und bissigste Film dieses insgesamt starken Jahrgangs durch – obwohl zum Beispiel Andrey Zvyagintsevs realistischer und zugleich poetischer Film „Loveless“ über einen vernachlässigten russischen Mittelstandsjungen mindestens ebenso preiswürdig gewesen wäre.

„The Square“-Hauptdarsteller Claes Bang wurde zu Recht als bester Schauspieler geehrt und setzte sich damit unter anderem gegen Colin Farrell und Josef Hader durch. Der selbstironische Film erzählt von der vermeintlich toleranten westlichen Wohlstandsgesellschaft und hält den Zuschauern den Spiegel vor. Weitere Preise gab es für „The Square“ in den Sparten Regie, Drehbuch und Szenenbild.

Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt der sehr gerührte russische Regisseur Alexander Sokurow („Russian Ark - Eine einzigartige Zeitreise durch die Eremitage“, „Vater und Sohn“).

Elke Vogel

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