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Filme aus MV bei Berlinale

Schwerin/Berlin Filme aus MV bei Berlinale

Heute startet die 68. Berlinale – vertreten sind auch vier Produktionen mit Film- schaffenden aus MV.

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Die ZDF/Arte- Serie „Bad Banks“ (oben) des Rügener Regisseurs Christian Schwochow (r.) läuft in der Sektion „Berlinale Series“.

Quelle: Foto: Olaf Mahlzahn

Schwerin/Berlin. Es ist der Treffpunkt für Filmschaffende aus aller Welt: Heute starten in Berlin die 68. Internationalen Filmfestspiele. Rund 400 Filme aller Genres, Längen und Formate werden bis zum 25. Februar in den verschiedenen Sektionen gezeigt, darunter auch vier Produktionen mit Filmschaffenden aus MV.

OZ-Bild

Heute startet die 68. Berlinale – vertreten sind auch vier Produktionen mit Film- schaffenden aus MV.

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Insgesamt 19 Filme gehen ins Rennen um den Goldenen Bären, davon allein vier deutsche Produktionen. Eine davon ist der von Regisseurin Emily Atef („Das Fremde in mir“) inszenierte Kinospielfilm „3 Tage in Quiberon“, der auf der Berlinale seine Premiere feiert. In dem Film, eine deutsch-österreichisch-französische Koproduktion, geht es um das legendäre Interview, das Romy Schneider 1981 – ein Jahr vor ihrem Tod – in Quiberon dem „Stern“-Reporter Michael Jürgs gab. MV-Lokalmatador Charly Hübner spielt in dem Film den deutschen Fotografen Robert Lebeck, der die Fotos für das Interview machte, die damals um die Welt gingen. Der Film ist neben Hübner mit Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Robert Gwisdek und Denis Lavant prominent besetzt.

Auch eine Arbeit des Usedomer Dokumentarfilm-Regisseurs Heinz Brinkmann hat es in Berlin auf die große Leinwand geschafft: Sein neuester, von der Kulturellen Filmförderung MV unterstützter Dokumentarfilm „Usedom – Der freie Blick aufs Meer“, wird im Kino International – dem einstigen Vorzeige-Filmpalast für große Premieren der Defa gezeigt. Präsentiert wird er im Hauptprogramm in der Kategorie „Berlinale Special“. „In dieser Sektion werden unter anderem große Hollywood- und europäische Koproduktionen präsentiert. Dass dort nun ein deutscher Dokumentarfilm gezeigt wird, ist schon eine besondere Ehre“, sagt Max-Peter Heyne, Sprecher von Filmland MV – 2006 wurde die Gesellschaft als Ansprechpartner für die Film- und Fernsehbranche im Land gegründet.

Brinkmann, der zu den Mitbegründern des Schweriner Filmkunstfestes gehört, spürt mit seiner Dokumentation der wechselvollen Geschichte seiner Insel nach. Er erzählt von herrlichen Villen an der längsten Strandpromenade Europas, von der Vertreibung jüdischer Mitbürger durch die Nazis, von der Teilung Usedoms nach dem Zweiten Weltkrieg in eine deutsche und eine polnische Hälfte. Er befragt Zeitzeugen und zitiert zugleich aus seinem Usedom-Film von 1992, vergleicht Pläne seiner damaligen Filmpartner mit der Realität von heute.

Auch der von der Nachbarinsel Rügen stammende Regisseur Christian Schwochow („Paula“) – Jurymitglied der Spielfilmjury beim 27. Filmkunstfest MV – ist mit seinem neuesten Werk zur Berlinale eingeladen: In der neuen Sektion „Berlinale Series“, in der außergewöhnliche Serienformate präsentiert werden, läuft „Bad Banks“ – eine ZDF/arte-Serie, die Schwochow im vergangenen Jahr unter luxemburgischer und deutscher Beteiligung nach einer Idee von Lisa Blumenberg und den Drehbüchern von Oliver Kienle („Die Vierhändige“) inszenierte.

Am Beispiel einer jungen Bankmanagerin lernen die Zuschauer die Innenansichten einer skrupellosen, profitorientierten Finanzwelt kennen. Zum Cast gehören Paula Beer, Barry Atsma, Désirée Nosbusch, Albrecht Schuch, Mai Duong Kieu, Marc Limpach und Tobias Moretti.

In der Sektion Forum (Avantgarde, Experiment, politische Reportagen) wird die ebenfalls von der Kulturellen Filmförderung MV unterstützte Arbeit „SPK Komplex“ von Regisseur Gerd Kroske gezeigt.

Kroske beschäftigt sich darin mit dem 1970 in Heidelberg gegründeten Sozialistischen Patientenkollektiv (SPK), das individuelles Leiden auf die kapitalistischen Strukturen der Gesellschaft zurückführt.

Berlinale-Jury

3 Frauen und drei Männer entscheiden bei der diesjährigen Berlinale über die Vergabe der Bären-

Preise. Jurypräsident ist der deutsche

Filmemacher Tom

Tykwer (52), außerdem sitzen die belgische Schauspielerin Cécile de France (42), der

spanische Fotograf Chema Prado

(Jg. 1952), die

US-amerikanische

Produzentin Adele

Romanski (35), der

japanische Komponist Ryuichi Sakamoto (66) und die US-amerika-

nische Filmkritikerin Stephanie Zacharek (54) in der Jury.

Stefanie Büssing

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