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Filmszene des Landes will durchstarten

Schwerin Filmszene des Landes will durchstarten

Der Nordosten hat sich als Drehort etabliert / Filmland MV fordert aber mehr Unterstützung aus Schwerin

Schwerin. Die Filmbranche in Mecklenburg-Vorpommern hat eine konkurrenzfähige Filmförderung durch das Land gefordert. Bisher sei der Nordosten im Wettbewerb um Produktionen im Vergleich zu anderen Bundesländern benachteiligt, sagte der Geschäftsführer der gemeinnützigen Filmland Mecklenburg-Vorpommern GmbH, Volker Kufahl, gestern in Schwerin. Dort stellte die Branche ein gemeinsames Positionspapier vor. Darin wird eine jährliche, dauerhafte Förderung in Höhe von 1,5 Millionen Euro für künstlerisch wertvolle, aber auch für kommerzielle Filmproduktionen vorgeschlagen.

Eine kulturwirtschaftliche Landesfilmförderung sei wichtig für das kontinuierliche Anwerben von Produktionen und dies wiederum Grundlage für das Wachsen einer Branche mit zukunftsorientierten Arbeitsplätzen, sagte Kufahl. Ihm zufolge könnte das vorgeschlagene Förderprogramm den Zugang zu Bundes- und EU-Geldern deutlich verbessern. Auch die Filmförderung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks könne bisher nicht genutzt werden, sagte er und gab zu bedenken, dass so gut wie keine Filme in Deutschland ohne Filmförderung entstehen. Nach seinen Angaben verfügen 13 Bundesländer – oft im Verbund – über eine Filmförderung im Umfang zwischen 10 und 33 Millionen Euro pro Jahr. Der Nordosten sei damit trotz seiner gefragten Drehorte im Nachteil.

Auch Sabine Matthiesen, Geschäftsführerin des Mecklenburg-Vorpommern Film e.V., der die kulturelle Filmförderung des Landes in Höhe von jährlich 215000 Euro verwaltet, steht hinter dem Vorschlag. Eine Weiterentwicklung sei nötig, sagte sie. Die kulturelle Filmförderung, die ausschließlich auf künstlerisch wertvolle Produktionen abzielt, könne darin aufgehen.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es bereits in den Jahren 2008 bis 2012 eine wirtschaftliche Filmförderung mit 400000 Euro pro Jahr. Daraufhin sei die Zahl der Kinoproduktionen im Land gestiegen, sagte Kufahl. Zum Beispiel wurden Szenen für die internationale Produktion „Der Ghostwriter“ in der Regie von Roman Polanski auf Usedom gedreht. Nach dem Ende der Förderung habe es einen Abbruch gegeben, von dem man sich seither sukzessive erhole.

Im Jahr 2015 gab es in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben der Filmland GmbH 43 Film- und Fernsehproduktionen mit zusammen 314 Drehtagen. Iris Leithold

OZ

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