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Kultur Fix und Fax statt Mickey Maus
Nachrichten Kultur Fix und Fax statt Mickey Maus
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00:00 06.08.2016

. Offiziell waren Comics in der DDR oft nur gelitten. Doch in der Bevölkerung standen die Abenteuer der Digedags, Abrafaxe und der Mäuse Fix und Fax hoch im Kurs. So bedienten sich neben den Comic-Magazinen „Mosaik“ und „Atze“ auch andere Zeitschriften immer wieder solcher „Bildgeschichten“. Oft ging es darin allerdings ideologisch zu mit Sujets rund um die Oktoberrevolution, den Kampf der Partisanen oder den Aufbau des Sozialismus. Die vielen Facetten des DDR-Comics, von dem nur das „Mosaik“ überdauert hat, zeigt das Stadtmuseum Gera in einer Ausstellung.

Einen ersten Schub habe der Comic in der DDR Mitte der 1950er Jahre erhalten, erläutert der Historiker und Comic-Forscher Michael Scholz. „Unter dem Eindruck der West-Comics entstand damals in der DDR die Idee:  „Wir müssen etwas Eigenes machen, was wir dem ,West-Schund’ entgegensetzen können.“ Dabei habe man sich in der Tradition von Wilhelm Busch und Heinrich Zille gesehen. Daraufhin starteten damals das „Mosaik“ mit den drei Helden Dig, Dag und Digedag von Hannes Hegen sowie die „Atze“, deren Zugpferde die Mäuse Fix und Fax aus der Feder von Jürgen Kieser wurden. Aber auch Jugendzeitschriften wie die „Frösi“ bedienten sich dieses bei Kindern und Jugendlichen beliebten Mediums.

Nach dem Aufstand in Ungarn 1956 sei die Offenheit vorerst vorbei gewesen – zwar erschienen „Mosaik“ und „Atze“ weiter, doch in vielen anderen Magazinen wurde erst einmal auf Comics verzichtet, wie Scholz berichtet. Zudem erhielt das sonst als unpolitisch geltende „Mosaik“ zeitweise Beilagen, in denen etwa aus dem Pionierleben erzählt wurde; in der „Atze“ wurde ein Polit-Comic je Ausgabe fest etabliert. Im Stadtmuseum werden rund 300 Exponate zu 90 verschiedenen Comic-Serien gezeigt – alles Originale, von Sammlern und aus dem eigenen Bestand, betont Wagner. „Wir wollen damit die Vielfalt des DDR-Comics vorstellen.“ Andreas Hummel

OZ

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