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Ford und Spielberg drehen fünften „Indiana Jones“

Los Angeles Ford und Spielberg drehen fünften „Indiana Jones“

Vom reifen Han Solo zum ergrauten Indiana Jones: Harrison Ford wird seinen 77. Geburtstag gerade hinter sich haben, wenn Steven Spielbergs „Indiana Jones 5“ in die Kinos kommt. So plant es der Disney-Konzern. „Indy“-Fans müssen sich bis Juli 2019 gedulden.

Los Angeles. So lieben ihn die „Indiana Jones“-Fans: als draufgängerischen Kerl, der mit Lederjacke, Peitsche und Hut von einem Abenteuer zum nächsten jagt. Kann er das noch jenseits von 75 Jahren?

Viermal spielte Harrison Ford zwischen 1981 und 2008 den Leinwandhelden, nun will er es noch einmal tun. Läuft alles nach Plan, dann ist der ergraute Hollywood-Star 77 Jahre alt, wenn Teil 5 der „Indiana Jones“-Saga in die Kinos kommt.

Der Disney-Konzern trumpfte am Dienstag mit der schon lange erwarteten Ankündigung groß auf. Das fünfte „epische Abenteuer“ solle am 19. Juli 2019 in den US-Kinos anlaufen. Mit Ford in seiner ikonischen Rolle als Archäologie-Professor Henry Walton Jones und natürlich Steven Spielberg (69) auf bewährtem Posten hinter der Kamera.

Sie könnten es kaum erwarten, mit Indiana Jones „einen der größten Helden der Filmgeschichte“ auf die Leinwand zurückzubringen, sagte Disney-Chef Alan Horn in der Mitteilung. Bei der Filmpremiere des Action-Streifens wäre Spielberg auch schon 72 Jahre alt.

Einen Titel hat der neue Film noch nicht, auch über den Inhalt wurde nichts bekannt. Und noch etwas fehlte in der Ankündigung: der Name George Lucas. Immerhin hat sich der heute 71-jährige „Star Wars“-Schöpfer die „Indy“-Figur Ende der 70er Jahre mit ausgedacht.

Als Drehbuchautor und Produzent war Lucas von „Jäger des verlorenen Schatzes“ bis „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ an allen vier Folgen maßgeblich beteiligt. Doch mit dem Milliardenverkauf seiner legendären Firma Lucasfilm an den Unterhaltungs-Riesen Disney im Jahr 2012 ist Lucas in Sachen Filmemachen quasi in Rente gegangen. 

Daran denkt Harrison Ford offenbar nicht, im Gegenteil. Als gestandener Haudegen Han Solo brauste der 73-Jährige zuletzt in „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ mit Lichtgeschwindigkeit durch den Weltraum. Der Star ist nicht zu bremsen. Von einem Fußbruch am Set bei den Dreharbeiten in London - eine hydraulische Tür des „Star Wars“-Raumschiffs „Millennium Falcon“ war Schuld an dem Unfall - erholte er sich schnell.

Auch eine Bruchlandung mit seinem einmotorigen Oldtimer-Flieger auf einem Golfplatz in Südkalifornien ging vor einem Jahr glimpflich aus. Die Bruch- und Schnittwunden kurierte Ford schnell wieder aus.

„Indy“-Fans werden nun spekulieren: Erlebt Ford in „Indiana Jones 5“ ein tödliches Ende wie Han Solo in der siebten „Star Wars“-Saga? Taucht noch einmal sein rebellischer Sohn auf, in „Königreich des Kristallschädels“ von Shia LaBeouf gespielt? In welcher Zeit spielen die Abenteuer und wer sind die Bösewichte?

Waren die ersten drei Teile in den 30er Jahren mit Nazis als Feinden angesiedelt, so verlegte Spielberg die Action 2008 in die 1950er Jahre mitten in den Kalten Krieg. Cate Blanchett gab eine eisige russische Agentin.

Spielberg und Ford haben erst noch andere Dinge im Kopf. Nach seinem letzten Film „Bridge of Spies - Der Unterhändler“ mit Tom Hanks arbeitet Spielberg jetzt an dem Sci-Fi-Thriller „Ready Player One“. Ben Mendelsohn und Olivia Cooke spielen Menschen, die in einer virtuellen Welt namens Oasis leben. Der Film soll im März 2018 in die Kinos kommen.

Ford ist unterdessen mit einer „Blade Runner“-Fortsetzung auf einem weiteren Nostalgie-Trip. Im Januar 2018 soll er in seiner Originalrolle von 1982 als Polizist, der auf der Erde Jagd auf menschenähnliche Roboter macht, in die Kinos zurückkehren. 

dpa

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