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Kultur Fred Delmare ist fit
Nachrichten Kultur Fred Delmare ist fit
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12:35 24.03.2014

Er gehört zu den bekanntesten Schauspielern Ostdeutschlands: Fred Delmare. Der 1.60 Meter Große kam 1922 allerdings nicht als Fred, sondern als Werner Vorndran zur Welt. Am Mittwoch feiert er seinen 80. Geburtstag. Anlass für einen Rückblick auf Erfolge und Schicksalsschläge.

OZ: Sie gehören seit Jahrzehnten zu den beliebtesten ostdeutschen Schauspielern. Welche Rollen würden Sie als Ihre größten bezeichnen?

Fred Delmare: Mein erster Filmerfolg war „Nackt unter Wölfen“, und das Berührendste daran war meine Begegnung mit Bruno Apitz, nach dessen Lebenserinnerungen der Film gedreht wurde. Er hatte selbst als Häftling im KZ Buchenwald zu erleiden, was wir als Schauspieler nachzuempfinden hatten. Eine große Herausforderung war es dann, im „Teufelskreis“ den für den Reichstagsbrand verantwortlich gemachten van der Lubbe zu spielen. Diese Filme sind mit auch heute noch sehr wichtig.

OZ: Gab es Zeiten, in denen Sie Ihren Beruf am liebsten „an den Nagel“ gehangen hätten?

Delmare: In meinem Privatleben schon, beruflich nicht. Ich habe privat so viel Schweres erlebt, dass ich oft aufhören wollte. Habe auch einen Selbstmordversuch hinter mir, heute kann ich darüber reden. Jetzt bin ich mit mir im Reinen. Bei allem: Mein Beruf macht mich glücklich und gibt mir Kraft, alle Tiefs durchzustehen.

OZ: Wie stehen Sie zu den Leistungen Ihrer Kollegen?

Delmare: Der wunderbarste Kollege ist Erwin Geschonnek. Mit ihm habe ich schöne Arbeiten erlebt. „Karbid und Sauerampfer“ war eine tolle Komödie, unvergessen auch beim Publikum. Erwin ist einer der ganz Großen. Von den jüngeren Kollegen schätze ich sehr Götz George, Volker Brand, Gunter Wennemann und Peter Sattmann. Sie können in unserem Beruf was und wissen zudem, wie sie sich anderen Menschen gegenüber zu benehmen haben. Die viel wollen und nichts können, sind in dem Geschäft die Schlimmsten. Die mag ich überhaupt nicht. Viel lieber die zahlreichen talentierten Schauspieler an den Theatern. Die liefern jeden Tag für wenig Geld gute, ehrliche Arbeit ab und werden damit weder berühmt noch reich.

OZ: Wie haben Sie Ihren anstrengenden Beruf all die Jahre mit Ihrem Privatleben vereinbaren können?

Delmare: Ich hatte drei Ehen, zwei gingen schief. Es lag immer an mir, dass es schief ging. Ich habe dafür Schläge vom Leben bekommen. Nur ein Beispiel: Meine Tochter Felicitas hat sich von einem Schleuserring in den Westen bringen lassen. Das waren Kriminelle, und zu dieser Bezeichnung stehe ich auch heute noch. Bezahlen sollte sie das im Westen mit Drogendeals. Sie hat sich das Leben genommen, wurde nur 24 Jahre alt. Den Tag, als ich sie in der Leichenhalle sah, werde ich nie vergessen.

Mit meiner dritten Frau Renate bin ich jetzt 16 Jahre verheiratet. Ich bin froh, dass ich sie habe. Glücklich? Wie kann jemand glücklich sein, wenn seine Frau schwer krank ist? Krebs ist sehr hart und gnadenlos. Gott sei Dank ist Renate auf dem Weg der Besserung.

OZ: Was ist Ihr Geheimrezept für Ihre Agilität?

Delmare: Ohne Sport könnte ich nicht leben, ohne Fitness würde ich es nicht schaffen. Zur Zeit mache ich täglich kleine Übungen, aber die bis zu 200 Mal am Tag. Da absolviere ich dann zehn verschiedene Geräte. Das werde ich beibehalten, so lange ich Spaß daran habe.



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