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Kultur Fremdgehen im Stil der 20er Jahre
Nachrichten Kultur Fremdgehen im Stil der 20er Jahre
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00:00 24.03.2016
Auf der Bühne im Großen Haus: Elfie Schrodt (l.) und Christoph Reiche in dem Lustspiel von Marc Camoletti. Quelle: Silke Winkler

Stille Freude, Schmunzeln, herzliches Lachen und viel Applaus — so reagierten die Zuschauer am Dienstagabend im Großen Haus des Schweriner Theaters auf die Plattdeutsch-Premiere von „Anna, dat Goldstück“, die dritte Produktion der Fritz-Reuter-Bühne in dieser Spielzeit.

Nach der Charakterdarstellung der Mudder Mews in dem gleichnamigen Drama, brillierte Elfie Schroth jetzt als Komödiantin mit der Partie des Hausmädchens Anna im Lustspiel des französischen Autors Marc Camoletti (niederdeutsche Fassung von Hans Pfeiffer).

Musik von den „Comedian Harmonists“ und die historisch stimmige Ausstattung von Katrin Reimers (Bühne) und Christine Jacob (Kostüme) umreißen den Zeitrahmen, die 1920er Jahre, in der Regisseur Folker Bohnet das Stück ansiedelt. Die Parabel der Geschichte ist ganz einfach: Wenn es einem Paar nach rund zwanzig zufrieden-glücklichen Ehejahren zu wohl geht, dann geht Mann/Frau fremd. Oder versucht es jedenfalls. Dass letztendlich alles glimpflich abgeht, dafür sorgt Anna, dat Goldstück — das sich sein Agieren, Taktieren, Lavieren mit reichlich Goldstücken (Geldscheinen) belohnen lässt.

Annas Aufgabe ist auch nicht leicht. Wie ein Jongleur, der vier Bälle in der Luft hat, so arrangiert Anna ihre Protagonisten, die da wären: Ehemann Bernhard (Christoph Reiche), ein Filou, so ein Typ, der selbst Eskimos Kühlschränke verkaufen könnte und Ehefrau Claudia (Kerstin Westphal), die eigentlich brav, aber momentan etwas gelangweilt ist. Dazu kommen (wie Bernhard formuliert) die „Spielkameraden“: Cathrin (Tina Landgraf), die jugendlich Naive mit Hang und starkem Drang zur Ehe, sowie Robert, der ein wenig ungeschickte, ziemlich müde, verhinderte Liebhaber.

Mit viel Tür auf — Tür zu, Licht aus — Licht an, einigen kräftigen und kräftigenden Schlucken aus diversen Whisky-Karaffen und Calvados-Flaschen bringt Anna nach zwei heiter-unterhaltsamen Stunden die Chose zu Ende.

Es ist ine unterhaltsame, kurzweilige Vorstellung mit durchweg guten und spielfreudigen Darstellern.

Die nächste Vorstellung ist am 24. März um 19.30 Uhr im Schweriner E-Werk (Spieltordamm 1)

Von Karin Gustmann

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