Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 5 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Fremdgehen im Stil der 20er Jahre

Schwerin Fremdgehen im Stil der 20er Jahre

Mecklenburgisches Staatstheater: Ensemble der Fritz-Reuter-Bühne begeistert mit Plattdeutsch-Premiere von „Anna, dat Goldstück“

Voriger Artikel
Städel-Direktor Hollein wechselt nach San Francisco
Nächster Artikel
Peter Handke mit Preis für Europäische Literatur geehrt

Auf der Bühne im Großen Haus: Elfie Schrodt (l.) und Christoph Reiche in dem Lustspiel von Marc Camoletti.

Quelle: Silke Winkler

Schwerin. Stille Freude, Schmunzeln, herzliches Lachen und viel Applaus — so reagierten die Zuschauer am Dienstagabend im Großen Haus des Schweriner Theaters auf die Plattdeutsch-Premiere von „Anna, dat Goldstück“, die dritte Produktion der Fritz-Reuter-Bühne in dieser Spielzeit.

Nach der Charakterdarstellung der Mudder Mews in dem gleichnamigen Drama, brillierte Elfie Schroth jetzt als Komödiantin mit der Partie des Hausmädchens Anna im Lustspiel des französischen Autors Marc Camoletti (niederdeutsche Fassung von Hans Pfeiffer).

Musik von den „Comedian Harmonists“ und die historisch stimmige Ausstattung von Katrin Reimers (Bühne) und Christine Jacob (Kostüme) umreißen den Zeitrahmen, die 1920er Jahre, in der Regisseur Folker Bohnet das Stück ansiedelt. Die Parabel der Geschichte ist ganz einfach: Wenn es einem Paar nach rund zwanzig zufrieden-glücklichen Ehejahren zu wohl geht, dann geht Mann/Frau fremd. Oder versucht es jedenfalls. Dass letztendlich alles glimpflich abgeht, dafür sorgt Anna, dat Goldstück — das sich sein Agieren, Taktieren, Lavieren mit reichlich Goldstücken (Geldscheinen) belohnen lässt.

Annas Aufgabe ist auch nicht leicht. Wie ein Jongleur, der vier Bälle in der Luft hat, so arrangiert Anna ihre Protagonisten, die da wären: Ehemann Bernhard (Christoph Reiche), ein Filou, so ein Typ, der selbst Eskimos Kühlschränke verkaufen könnte und Ehefrau Claudia (Kerstin Westphal), die eigentlich brav, aber momentan etwas gelangweilt ist. Dazu kommen (wie Bernhard formuliert) die „Spielkameraden“: Cathrin (Tina Landgraf), die jugendlich Naive mit Hang und starkem Drang zur Ehe, sowie Robert, der ein wenig ungeschickte, ziemlich müde, verhinderte Liebhaber.

Mit viel Tür auf — Tür zu, Licht aus — Licht an, einigen kräftigen und kräftigenden Schlucken aus diversen Whisky-Karaffen und Calvados-Flaschen bringt Anna nach zwei heiter-unterhaltsamen Stunden die Chose zu Ende.

Es ist ine unterhaltsame, kurzweilige Vorstellung mit durchweg guten und spielfreudigen Darstellern.

Die nächste Vorstellung ist am 24. März um 19.30 Uhr im Schweriner E-Werk (Spieltordamm 1)

Von Karin Gustmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Kultur
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Serie, Weltkrieg, erster Weltkrieg, zweiter Weltkrieg Teaser der den User auf die Sonderseiten zum Thema Weltkrieg führen soll image/svg+xml Image Teaser Weltkrieg 2015-09-23 de Serie Erinnerung an Weltkriege Alle Beiträge und Bildergalerien zum Thema sowie Infos zu Ausstellungen und Museen finden Sie auf unseren Sonderseiten. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier. > Erster Weltkrieg > Zweiter Weltkrieg 1914 bis 1918 1939 bis 1945
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.